Lokalpolitik ausnahmsweise Mal Thema – Radparken am Bahnhof Sindorf

Ist das wirklich eine Fahrradstation? Foto: Claudia Schröder

Keine Lokalpolitik im Blog

Normalerweise ist ja Lokalpolitik nun wirklich nicht das Thema in diesem Blog. Und tatsächlich will ich hier ja auch über die schönen Seiten des Radfahrens berichten. Das geht mit dem Thema Lokalpolitik eigentlich gar nicht überein. Und so auch hier nicht.

Warum dann aber jetzt doch?

Foto: Claudia Schröder

Es gibt einen aktuellen Anlass, und das ist die provisorische Fahrradabstellanlage in Kerpen-Sindorf, am S-Bahnhof. Damit hat es folgendes auf sich.

Ein wenig Historie

So sah die Fahrradabstellanlage in Sindorf noch bis vor Kurzem aus. Sie befand sich direkt am S-Bahnhof und bot unentgeltliche Abstellplätze für spontane

und sogar abschließbare Parkplätze für Dauerparker.

Ich hatte das vor zwei Jahren mal gefilmt und hatte damals schon in meinem Kommentar die heutige Thematik vorweggenommen.

Heute liegt die Anlage in Schutt und Asche, denn ein Investor hat das Bahnhofsareal gekauft und will auf ihm neu bauen. Die alte Anlage wurde bereits abgerissen. Dafür hat er garantiert, dass eine provisorische Fahrradabstellanlage in der Nähe errichtet wird. Und das hat er auch getan.

In dieser Woche wurde sie in Betrieb genommen und war gleich Gegenstand großer Kritik. Warum?

Die neue Anlage

Foto: Claudia Schröder

Die „provisorische“ (sie soll mindestens zwei Jahre in Betrieb sein) Anlage wurde am hinteren Ende des „Jamaica Platzes“ errichtet und besteht aus einer Art Zelt, das mit Drahtgittern umschlossen ist. Die Anlage ist derzeit offen zugänglich und nicht abschließbar. Für das Abstellen der Räder wurden zwei Reihen „Felgenkiller“, also Fahrradparker, in denen das Vorderrad eingeschoben werden soll, aufgestellt. Das ist natürlich alles nicht mit dem vergleichbar, was vorher war und entspricht keinen Standards für solche Anlagen. Prompt hagelte es Proteste von Nutzern und aus der Lokalpolitik.

Wie sollen die Fahrradparker damit umgehen?

Vorderrad nicht in die Felgenkiller. Rad nach vorne schieben und Rahmen mit sicheren Schlössern anschließen. Foto: Claudia Schröder

Der ADFC Kerpen hat eine Pressemitteilung dazu herausgegeben, aus der ich einfach mal zitiere:


Der ADFC rät daher allen Radfahrerinnen und Radfahrern, die ihre Räder in der Abstellanlage parken, hochwertige Fahrradschlösser zu verwenden. Die Anlage ist frei und damit auch für Fahrraddiebe zugänglich, daher sollten hochwertige Ketten-, Falt- oder Bügelschlösser….. benutzt werden. Aber selbst das garantiert keine hunderprozentige Sicherheit vor Diebstahl.

Auf keinen Fall sollten die Vorderräder der Fahrräder zwischen die kleinen Bügelchen der Felgenkiller geschoben werden, sie könnten dadurch Schäden nehmen. Die Fachleute empfehlen, das Fahrad zwischen den Haltevorrichtungen weit nach vorne zu schieben und dann den Rahmen des Rades an die Bügelchen anzuschließen.


Eine Leserin der PM hat auf Facebook ergänzt, dass sie dazu rät, auch kein Rad über Nacht stehen zu lassen, da die Gefahr besteht, das selbst bei gut angeschlossenen Rädern Teile wie Lenker gestohlen werden. Das ist sehr richtig und kann ja leider auch an anderen Fahrradstellplätzen, die nicht gesichert sind, beobachtet werden.

Wie geht es weiter?

Die Stadtverwaltung will wohl dafür sorgen, dass statt der Felgenkiller bald Bügel aufgestellt werden und dass eine Schließanlage eingebaut wird. Das ist eigentlich dringend notwendig und sollte jetzt auch bald erfolgen.

Dennoch werden Viele diesem Bild nachtrauern und sich fragen, wann es wieder einen gleichwertigen Ersatz geben wird.

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