Wassergebunden oder Asphalt?

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Das ist bei uns immer wieder die Frage, gerade, wenn es um Neubau oder Sanierung von Wegen wie diesem geht.

Meist geht es um die Wasserdurchlässigkeit, also die zusätzliche Versiegelung von Landschaft und die Frage, wie sehr der Weg in den Naturhaushalt etwa dadurch eingreift, dass Tiere ihn nicht mehr queren können.

Also, hier, zwischen der Brücke über die K39n bei Sindorf und Haus Breitmaar, war das offensichtlich keine Frage. Denn der alte, ziemlich marode Asphalt wurde, zumindest nach meiner Kenntnis, ohne viel Brimborium durch diesen Belag ersetzt. 

Aber dieser Belag ist nicht einfach glatter, fester Asphalt. Er sieht etwas löchrig und porös aus. Ob er etwa Wasser durchlässt?

Fahren lässt er sich aktuell jedenfalls super. Für die Reifen wirkt er glatt und eben, die kleinen Löcher scheinen erst einmal zusätzlichen Halt und Grip zu geben.

Kennt jemand diesen Belag und seine Eigenschaften? Kann er ein Kompromiss zwischen wassergebundener und „traditioneller“ Asphalt-Decke sein? Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen.

6 Kommentare zu „Wassergebunden oder Asphalt?

  1. Okay, okay, schwere Kost für Sonntag…. Aber interessieren tuts mich eben doch.
    Gestern zum ersten Mal bei Licht auf diesem Belag gefahren. So richtig weiß ich nicht, ob mir so etwas schon einmal „unter“ gekommen ist.
    Weiß jemand etwas über den Belag? Ist er wohl wasserdurchlässig? Und können ihn auch Krabbeltiere gut überwinden? Das ist ja immer die Diskussion, wenn neue Radwege gebaut oder alte saniert werden.
    Wie geht die Entscheidung zwischen wassergebunden und asphaltiert in der Regel bei Euch aus?
    Ich würde mich über viele Rückmeldungen, auch unter dem Blogbeitrag, sehr freuen.

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  2. Hallo,

    ich war meinen Radtouren schon auf einigen verschiedenen Untergründen unterwegs.

    Auf den Radwegen entlang von Landes- und Bundesstraßen finde ich Asphalt (auch wässerdurchlässig) oder Beton die beste Wahl. Bei reinen Freizeitradwegen finde ich gut befestigte Sand- oder Schotterwege am besten.

    Arne Wilhelm

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  3. Das würde mich auch interessieren…
    Bei uns im Burgenland wird ja (gefühlt) jeder 2. Feldweg asphaltiert/zubetoniert und dann als Radweg gekennzeichnet.
    Eine (wasser-)durchlässige Alternative wäre schön, denn das Burgenland ist eh schon fast Weltmeister im Bodenversiegeln… 😦

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  4. Heribert Adamsky schrieb auf Facebook:

    Über einen Weg durch landwirtschaftliche Fläche wie auf Deinem Foto krabbeln ja dank Beackerung und Pflanzenschutz eher weniger Tiere. Solche Wege werden auch bei uns (Neuss) in aller Regel asphaltiert. Sobald links und rechts zumindest ein Streifen Wald ist, gibt es fast immer nur eine wassergebundene Decke. Sobald ein Weg straßenbegleitend ist, wird er asphaltiert. Auch Wege in Parks haben meistens eine Asphaltdecke – und sind dank einer kürzlich errfolgten Änderung der Grünflächensatzung für Radfahrer freigegeben #freu, (außer, es wird explizit verboten).

    Neuartige wasserdurchlässige asphaltähnliche Materialien kommen nach meiner Kenntnis bei uns noch nicht zum Einsatz. In den experimentierfreudigen Niederlanden wird inzwischen wohl auch mit einen Leichtasphalt gearbeitet, bei dem ein Teil des Bitumens durch recycelten Kunststoff als Bindemittel ersetzt wird. Das kling erst mal gut und mag auch technische Vorteile haben. Aber man sollte beachten, dass es ein Downcycling ist, während echtes Recycling sortenreinen Kunststoff für den unsprünglichen Einsatz wiederverwendet. Und, auch sehr wichtig: Durch Abrieb im Verein mit der UV-Strahlung unserer lieben Sonne kann so Mikroplastik in die Umwelt gelangen. Langzeituntersuchungen, in welchem Umfang das geschieht, gibt es noch nicht. Man muss also gut aufpassen, was man da verwendet.

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  5. Ich bin kein Fachmann für Wegebeläge, halte das aber für eine Form von Asphalt. Solche Beläge (auch gerade kurz nach ihrer Fertigstellung) habe ich auch schon gesehen. Wenn du es aber päzise wissen willst empfehle ich Kontakt mit der Gemeinde zu suchen, auf deren Gebiet dieser (Wirtschafts-)Weg liegt. Das Tiefbauamt sollte wissen was sie beauftragt haben.

    Und zum Thema Wasserdurchlässigkeit/Naturschutz ärgere ich mich oft, das hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Jede neue Straße (gerne auch in üppiger Breite) wird natürlich in versiegelnder Bauweise errichtet. Nur beim Radverkehr meint man das in Frage stellen zu können. Aber gesamtumfang dieses Themas ist zu groß, das kann man nicht hier in ein paar Kommentarzeilen abhandeln..

    Das beigefügte Foto zeigt einen in 2018 neu ausgebauten Wirtschaftsweg in der Südpfalz, der auch Bankette hat (!). Dann läuft nämlich das Wasser ab und die Schäden an der Asphaltdecke durch landw. Fahrzeuge werden auch minimiert. (kommt per eMail, da hier kein upload möglich)

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  6. Ich kann nun zu diesem Thema ganz neues Wissen einbringen. Die Oberfläche, die du fotografiert hast ist, ist nicht die oberste vorgesehen Oberflächenschicht des neuen Weges, sondern nur die darunter liegende Tragschicht. Darauf kommt (hoffentlich auch bei euch) noch die oberste Schicht aus Feinasphalt. Mit Wasserdurchlässigkeit hat das Ganze nichts zu tun.

    Weil man hier keine Fotos hochladen kann, schicke ich dir parallel meine Fotos per eMail, die die gleiche Situation am neuen Radweg in meinem Heimatort zeigen.

    Liken

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