
Los geht’s in Horrem auf meiner Fahrt Mit den Deutschland Ticket nach Sankt Wendel Saarland. Ich hab mir die Woche schon eine Fahrt ausgesucht, mit der ich hoffentlich gegen 12:30 Uhr am Hauptbahnhof in Sankt Wendel ankomme. Ich muss nur zweimal umsteigen, gleich einmal in Köln und anschließend in Ingelheim. Ich bin gespannt, ob das funktioniert und werde hier darüber berichten.
Exkurs: Die Reise an sich
Ich hatte mir schon lange vorgenommen, an genau diesem Wochenende eine Reise nach St. Wendel im Saarland zu unternehmen.
Letztes Jahr war ich um diese Zeit schon dort, und am Wochenende fand ein Zauberfestival statt – es war ein wirklich zauberhaftes Wochenende.
Die Idee ist, dieses Erlebnis an diesem Wochenende zu wiederholen. Ich weiß natürlich, dass das nicht eins zu eins funktionieren wird, aber ich werde mein Bestes tun. Außerdem gibt es ein paar interessante Entwicklungen und Begegnungen, die ich zumindest schon mal „auf der Pfanne“ habe. Ich bin gespannt, ob sie auch wirklich so eintreten.
Das hauptsächliche Ziel meines Besuches sind natürlich meine Verwandten, mein lieber Bruder und meine liebe Nichte und die Lebensgefährtin meines Bruders, bei der ich auch übernachten kann.
Ich werde vermutlich auch meinen Schwager auf dem Zauberfestival treffen.
Nach den vergangenen Wochen mit sehr wechselhaftem Wetter scheint es, als wäre ein wirklich sonniges und warmes Wochenende in Aussicht. Im Saarland könnte es sogar noch besser sein als hier in Nordrhein-Westfalen, wo heute Morgen noch einige Wolken am Himmel sind.
In der S-Bahn
Ich bin schon ziemlich früh zum Bahnhof in Horem gegangen, da ich bereits vermutet habe, dass die Fahrt mit der S-Bahn länger dauern würde als ursprünglich vorgesehen, und ich Zweifel hatte, ob die Regionalexpresse überhaupt ankommen oder einigermaßen pünktlich sein würden.
Und das hat sich auch bewahrheitet, die S19 fährt seit Köln-Ehrenfeld nur mit langsamer Geschwindigkeit und wir werden mit erheblicher Verspätung ankommen. Allerdings habe ich einen großzügigen Puffer zu meinem nächsten Zug, der etwa um zehn vor acht fährt.
Also no worries, kein Problem.
Wir stehen gerade direkt vorm Kölner Hauptbahnhof, Ansage des Zugführer: es steht noch ein anderer Zug auf unserem Gleis. Aber schon geht es weiter!
Und jetzt hab ich die erste Hürde genommen und bin am Hauptbahnhof in Köln, wo es auf Gleis neun in etwa einer halben Stunde losgehen wird Richtung Koblenz und Ingelheim.
Mein Rad

Klar, dass ich heute mit GSpot reise. Genau dafür ist das Rad ja gemacht.

Und das ist mein gesamtes Gepäck für die vier Tage, das passt locker an die Lenkerspange und auf den Gepäckträger von GSpot.
Kleine Planänderung – rein in den RE 5 (RRX)
Jetzt (07:30) wurde auf meinem Gleis die Einfahrt eines RE nach Koblenz angekündigt und ich habe mich dazu entschlossen, da einfach mal einzusteigen. Mein geplanter Zug würde ja auch über Koblenz fahren, allerdings eine halbe Stunde später. Und der Zug jetzt ist ein RegionalExpress und der nachher „nur“ eine Regionalbahn. Also eher kürzere Reisezeit und mehr Komfort, um Beispiel WLAN und (hoffentlich) funktionierende Toiletten.
Etwas Verspätung zwar, aber insgesamt: läuft!
Gerade kam über den DB Navigator, den ich hier nur noch einmal wärmstens empfehlen möchte, die Nachricht, dass mein ursprünglicher Zug acht Minuten Verspätung hat. Durch die frühere Fahrt jetzt bin ich in Koblenz doch etwas variabler und kann zur Not auch noch über Bad Kreuznach statt über Ingelheim fahren.
So, jetzt (08:12) ist kurz vor Oberwinter der Streckenabschnitt vor uns noch von einem anderen Zug belegt. Das sagt die nette KI-Stimme im von National Express betriebenen RRX auch immer auf englisch durch. Falls internationales Publikum von Köln nach Koblenz reist, was ja durchaus sein kann.
Ein paar Sitze von mir entfernt sitzt ein Mensch, der einen Kopfhörer aufhat, aber ständig laut mitsingt. Er geht mir ein wenig auf den Nerv, aber nicht so, dass ich ihn ansprechen würde.
Gerade rast ein Güterzug an uns vorbei, ich hoffe, der war der Grund, warum wir nicht weiterfahren können.
War er offensichtlich nicht, denn er ist jetzt vorbei und wir bewegen uns weiter nicht.
Sind erst fünf Minuten Verspätung, relativ zu meinem ursprünglichen Zug bleibt es bei einer halben Stunde Vorsprung.
Kaum geschrieben, und schon geht es weiter.
Und ok, die Toiletten sind nicht komfortabler….. weil kaputt.
08:25 Uhr: Remagen, da war ich auch schon einmal auf dem Rheinradweg….

Schon eine Weile her.
Auch mein Zug hat jetzt neun Minuten Verspätung, aber wtf, bin früh genug. Aber die nächsten Anschlüsse müssen sitzen, sonst wird es doch noch eng. Ich bin aber zuversichtlich.
Ich habe gerade einmal geschaut, in Koblenz komme ich vermutlich früher nach Ingelheim. Mal sehen.
08:34 Uhr: es geht jetzt am Rhein entlang, und jetzt sehe ich den Fluss auch.
Koblenz
09:00 Uhr: Ich sitze in Koblenz im RE 2 nach Frankfurt. Der Zug soll in vier Minuten abfahren und ist jetzt schon ziemlich voll. Für einen Zug von Koblenz nach Frankfurt scheint er mir auch sehr kurz zu sein. Ich habe aber einen Sitzplatz und mein Rad steht auch einigermaßen gut.
Allerdings fährt der Zug erst mal nicht ab, aufgrund, wie die nette Stimme sagte, der Vorfahrt eines anderen Zuges.
Also erst mal keine Abfahrt und der Zug wird immer noch voller.
09:08 Uhr: mit vier Minuten Verspätung geht es los!
09:25 Uhr: Kontrolle im Zug, 🇩🇪 🎫 und Perso funktionieren!
Ich bin gar nicht sicher, von welcher Gesellschaft der Zug ist, die Kontrolleure jedenfalls waren von der DB und der Ordnungsdienst auch. Auf jedenfalls gibt es weder Strom noch WLAN und deswegen wird beim iPad der Strom langsam knapp.
Wir erreichen jetzt gleich Bingen und dann Ingelheim. Ich hab ein wenig Hoffnung, dass ich einen Zug früher nach St. Wendel erwische.
Und ich habe die große Hoffnung, im nächsten Zug Strom zu haben.
In Ingelheim in den RE 3

Es ist jetzt 10:16 Uhr, und ich befinde mich im VLEXXtrain. Dieser Zug, der unter dem Namen VLEXX von Ingelheim nach Saarbrücken fährt, hält in St. Wendel, meinem Reiseziel.
Das bedeutet, dass ich dort eine Stunde früher ankomme, als ursprünglich geplant. Ich denke jedoch, ich werde meiner Familie nichts davon erzählen und stattdessen etwas Zeit in St. Wendel verbringen, durch die Stadt fahren und mit meiner Kamera einige Aufnahmen machen, um die Gegend zu erkunden, und dann rechtzeitig am Treffpunkt sein, um gemeinsam essen zu gehen.
Der RE3 ist ein Dieselzug, und selbstverständlich fehlen hier Steckdosen.
Das hätte mich auch überrascht, denn warum sollte ich dann mit Dieselenergie meine Handys aufladen? Das fände ich tatsächlich ein wenig merkwürdig, aber dennoch ist es schade, da ich etwas Strom benötige. Ich habe zwar eine Powerbank dabei, aber die möchte ich nur im Notfall verwenden. Mein iPhone sollte es eigentlich auch schaffen. Die Fahrt dauert nur einige Stunden, und ich werde wahrscheinlich nicht allzu viel schreiben.
Momentan geht es mir sehr gut, denn ich bin viel früher angekommen, als ich gedacht hatte, und fahre durch eine wunderschöne Landschaft mit Weinbau und allem, was dazugehört.
Also, läuft!
Der RE3 fährt jetzt zwischen Bad Münster am Stein und Staudenheim an mega hohen und coolen Felsen vorbei, durch Weinberge und jede Menge Natur.
Es ist echt super schön.
Der Zug ist ziemlich leer, also konnte ich mich voll ausbreiten und sogar meine Füße hochlegen.
Ja, und ich lasse jetzt einfach die ganze tolle Landschaft auf mich wirken. Macht richtig Spaß und ist mega entspannend.
Echt klasse!
Gerade Fun und Erholung pur!
Bad Sobernheim, 10:50 Uhr. Hier winke ich einer Freundin zu, die mit ihrer Familie Urlaub in ihrem Wohnwagen hier macht.
👋👋👋
Exkurs Sobernheim
Der nächste Halt ist jetzt Kirn.
Ich kenne die Gegend recht gut, da sie zum einen nicht weit von meinem Geburtsort entfernt ist und ich zum anderen als junger Soldat in Sobernheim stationiert war. Zu jener Zeit gab es oben auf dem Hügel bei Pferdsfeld noch das Jagdbombergeschwader 35, das damals noch mit der Phantom F4 ausgestattet war.
Ich war dort zunächst Wachsoldat, hatte aber die Möglichkeit, da ich Zeitsoldat war, beide Führerscheine zu erwerben und wurde später an der Wache als Fahrer eingesetzt.
Das war eigentlich eine schöne Zeit und die Gegend ist wirklich schön, obwohl ich während meiner kurzen Stationierung hier nicht allzu viel gesehen habe.
Zurück im RE 3

Das Radabteil ganz vorne am Zug ist riesig und gerade nur für mich alleine. Hihi, das gefällt mir natürlich, ich kann mich ziemlich ausbreiten.
Ich muss mir für die Rückfahrt vornehmen, die Insta mitlaufen zu lassen, die Gegend hier ist einfach auch aus dem Zug heraus zu toll.
11:13 Uhr Idar-Oberstein, jetzt wird es gerade was voller. Ah, hier im radabteil doch nicht, da ist lediglich ein Kinderwagen dazu gekommen.
😂
Die Insassen und Eltern haben sich einen schönen Platz im Abteil gesucht.
Präparieren zum Ausstieg

Je weiter südlich ich komme, desto sonniger wird es gerade. Aufgrund der Klimatisierung des Zuges weiß ich natürlich nicht, wie es draußen ist, es sieht aber sehr schön und warm aus. Ich bin jetzt in ein paar Minuten in Sankt Wendel.

Gleich da.
Ende des Livetickers.
Schön und kurzweilig war‘s.


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