80 Kilometer, 1000 Impulse – ein Tag mit der Tour de Verkehrswende

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BLUEMOON und Ente bei der Tour de Verkehrswende

Am Donnerstag war ich den ganzen Tag mit der Tour de Verkehrswende unterwegs. Schon früh schwang ich mich in den Sattel, radelte von meinem Hotel in Herleen zum Sammelpunkt – und traf unterwegs eine kleine Abordnung, die gerade auf dem Weg zum Bürgermeisteramt von Heerlen war. Dort gab’s einen kurzen Empfang, so richtig offiziell, nur eben vor dem ersten Kaffee.

Wenig später waren alle zurück, und wir starteten relativ pünktlich in Heerlen. Zwei niederländische Scouts führten uns Richtung Grenze – nicht direkt am Grenzstein, aber immerhin durch hübsche Orte, über schmale Straßen, knackige Höhen und natürlich wunderbare Radwege. An der Grenze erwartete uns die deutsche Polizei, und ab da fuhren wir als angemeldete Demo brav in Zweierreihen Richtung Aachen. Ja, diszipliniert – und das bei einer Rad-Demo, das will schon was heißen.

Tour de Verkehrswende an der Deutschen Grenze

In Aachen rollten wir mitten durch die Fußgängerzone, landeten schließlich auf dem Markt am Rathaus und machten dort eine längere Pause, gekrönt von einer kleinen Kundgebung. Oben drauf gab’s noch einen Gratis-Sprühregen vom Himmel – perfekte Erfrischung, fast wie ein Service der Stadtwerke.

Von dort aus ging es weiter über Stolberg, Eschweiler und Langerwehe bis nach Düren. Auch dort wartete eine Kundgebung auf uns – diesmal länger, politischer und organisiert vom ADFC Düren und ProRad Düren. Wir kamen zwar etwas zu spät, aber unser Input brachte nochmal richtig Schwung in die Diskussion mit Bürgermeister und Politik.

Danach führte uns die Polizei über die B264 nach Kerpen-Buir, wo schon die Aktiven vom ADFC Kerpen aus Buir zusammen mit dem Ortsvorsteher alles vorbereitet hatten: ein großzügiger Zeltplatz, Bierzeltgarnituren, Getränke und veganes Essen aus der Küche der Tour de Verkehrswende.

Und als wäre das nicht genug, gab sich auch noch NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer die Ehre. Die Teilnehmenden hatten reichlich Fragen, und der Minister lieferte souveräne Antworten – ein echter Schlagabtausch auf Augenhöhe. Zwei Landtagsabgeordnete waren ebenfalls vor Ort, und ich selbst durfte als Vorsitzender des ADFC Rhein-Erft ein paar Worte sagen und ein bisschen Stimmung unter die Leute bringen.

Gegen 20:45 Uhr stieg ich schließlich aufs Lastenrad, vollbepackt mit Soundbox und ADFC-Aufsteller, und rollte heimwärts. Nach gut 80 Kilometern kam ich dort ziemlich erschöpft, aber noch mehr zufrieden an.

Es war ein großartiger Tag voller politischer Statements, Begegnungen und Impulse für die Verkehrswende – genau hier, in einer Region, die noch immer stark vom Auto geprägt ist. Umso schöner, dass die Tour in diesem Jahr durch unsere Gegend fuhr, Station im Rhein-Erft-Kreis machte und damit nicht nur ein sichtbares Zeichen setzte, sondern uns auch Mut zum Weitermachen gab.

Ein Kommentar zu „80 Kilometer, 1000 Impulse – ein Tag mit der Tour de Verkehrswende“

  1. Avatar von Akter

    Tolle Leistung!

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