
Mit dem Brompton zur Eremitage: Einladung zum Umweg
Manchmal sind die besten Entdeckungen die, die gar nicht im Plan standen. Ein kurzer Plausch an der Ladestation und ein kleiner Tipp auf das Display – schon wird aus einer Standardroute ein echtes Highlight. Begleitet mich auf eine Tour zwischen WLAN-Suche, ägyptischen Rätseln und barocker Pracht. 🚲✨
Der perfekte Start (mit Hindernissen)
Der Dienstag startete mit einer Extraportion Zeit. Bevor die Reifen rollten, stand die digitale Arbeit an. Mein Stammplatz? Der Rad-Abstellbügel vor der Tourist Information in Bad Schönborn (Mingolsheim). Warum? Gutes WiFi und eine rettende Steckdose für das Handy. Während ich dort auf meinem „Bürostuhl“ aus Metall thronte, lernte ich fast das ganze Team kennen.
Zuerst musste ich für Leiter Klaus Heinzmann Platz machen, dann für seine Kollegin Annette Derrer. Beide kamen – wie es sich gehört – mit dem Rad zur Arbeit. Wir fachsimpelten über Elektro- und Bioräder und das Radfahren im Kraichgau. Annette warf einen Blick auf meine Komoot-Planung und gab mir den entscheidenden Tipp: „Fahr unbedingt bei der Eremitage in Waghäusel vorbei!“ Ein kurzer Klick in der App, Route angepasst und los ging’s. Später lernte ich via Broschüre auch noch Ronja Geißler vom Team kennen. Ein wirklich schöner, menschlicher Einstieg in den Tag!
Seen-Sucht und Obelisken
Mein Weg führte mich zunächst Richtung Hardtsee. Komoot wollte mich eigentlich vorher abbiegen lassen, aber ein kurzer Zoom in die Karte zeigte: Die Umrundung lohnt sich. Der See ist zwar recht zugewachsen, aber als Badesee toll erschlossen. Schon mal dort ins Wasser gesprungen? 🏊♂️

In Forst wartete die nächste Überraschung: Ein schöner Ortskern mit zwei echten Obelisken. Die kleinen Steinsäulen wirken wie direkt aus Ägypten importiert. Sie sind aus einem Stück gefertigt und wirken sehr authentisch. Wer weiß, welche Geschichte sie verbergen?

Barockes Juwel: Die Eremitage Waghäusel
Dann erreichte ich das Ziel von Annettes Tipp: Die Eremitage. Aber was ist das eigentlich genau? Ursprünglich bezeichnete man so die Behausung eines Einsiedlers (Eremit). Im Barock wurde daraus jedoch ein architektonisches Modestück – kleine Lustschlösser oder Rückzugsorte für den Adel. Berühmte Beispiele finden sich in Bayreuth oder Petersburg.
Die Eremitage in Waghäusel ist etwas ganz Besonderes. Sie wurde ab 1724 unter Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn erbaut.
- Konstruktion: Das Hauptgebäude ist ein sternförmiger Zentralbau mit acht Flügeln – ein absolut imposanter Anblick.
- Wandel der Zeit: Später wurde das Gelände industriell genutzt, unter anderem als Zuckerfabrik.
- Heute: Nach aufwendiger Sanierung dient sie als kulturelles Zentrum und Veranstaltungsort. Ein echtes Denkmal regionaler Geschichte, das man gesehen haben muss. Irgendetwas hat das Ganze auch mit Astronomie zu tun, ich meine, ein kleines Observatorium im Gelände entdeckt zu haben. Kann ich aber gerade nicht recherchieren, vielleicht hat ja jemand von Euch Lust dazu.
Komoot-Tipp: Mut zur Lücke
Ich fahre mein Brompton meist im Rennrad-Modus, um auf glattem Asphalt zu bleiben. Nachteil: Man landet oft an Hauptstraßen. Mein Learning vom Dienstag: Rauszoomen! Ignoriert ruhig mal den „Jetzt zentrieren“-Button und schaltet „Fräulein Komoot“ stumm, wenn sie über die Routenabweichung meckert. So entdeckt man die Wege, die das Erlebnis erst perfekt machen.
Beendet habe ich die Tour wieder an der Tourist Info mit einer Brotzeit. Ein gelungener Tag im Sattel!
Hast du auch schon mal einen spontanen Umweg gemacht, der sich richtig gelohnt hat? Schreib es mir in die Kommentare! 💬👇
Die Tour-Links
- Komoot Route: Hier anschauen
- März Collection: Alle Touren im Überblick
- Fotoalbum: Impressionen auf Google Fotos

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