Take a ride on the wild side

Radfahren bei Hitze: Wie ich der 30-Grad-Glut im Rheinland davonfahre

Eine ländliche Weide mit Kühen im Schatten im Rheinland mit grünen, schattenspendenden Bäumen, eine

Überleben im Sattel: Meine 4 besten Hacks für die Hitzewelle ☀️🔥

Die aktuelle Hitze nervt euch so richtig? [Glückwunsch, mir geht es genau so!] Weil das Wetter uns gerade keine Pause gönnt, müssen wir hier im Blog einfach noch mal nachlegen. Wie unbarmherzig es ist, habe ich gestern beim Schreiben gemerkt: Mein MacBook auf den Knien hat so dermaßen aufgeheizt, dass ich heute direkt auf das iPad umgestiegen bin. Die Tastatur strahlt wenigstens keine Eigenwärme ab. [Eine echte Rettung für meine Beine!]

Ein auf den Beinen liegendes iPad mit angeschlossener schwarzer Tastatur zeigt eine geöffnete Mindmap-App für die Planung der Juni-Blogbeiträge.

Die letzten Tage im Rheinland waren ein echter Brutkasten. Wolkenloser Himmel, über 15 Stunden Dauersonne und Temperaturen weit über 30 Grad. Aber wir lassen uns das Radfahren nicht vermiesen! Hier sind meine persönlichen Erfahrungen und Tipps, wie ihr cool bleibt:

Hack 1: Nutzt die kühlen Morgenstunden 🌅

Wenn ihr eure Touren irgendwie flexibel planen könnt, fahrt morgens los! Die Temperaturen klettern über den Tag immer weiter nach oben und erreichen oft erst gegen 18:00 Uhr ihren absoluten Höhepunkt. Frühmorgens ist es außerhalb von Köln meistens noch knapp unter der 30-Grad-Marke – das fährt sich super entspannt.

Und das Beste: Auf dem Rad lässt sich die Hitze oft besser ertragen als bei jeder anderen Bewegung. Das Geheimnis? Der Fahrtwind! Gestern bei unserer Veedelstour waren wir zu viert unterwegs. Unsere eindeutige Erfahrung: Wer im Schatten bleibt und ein moderates, gleichmäßiges Tempo hält, leidet kaum. Zum krönenden Abschluss gab es ein Fußbad in der Erft. Herrlich! 🦆

Hack 2: Effizienter pedalieren mit Klickis 🚲💨

Nahaufnahme eines Brompton G Line Rahmens mit montiertem schwarzen Textil-Tragegriff von Fahrer Berlin und neuer SPD-Klickkupplung am Pedal.

Ich habe euch ja neulich von meinem neuen Klickpedal-Setup am Brompton erzählt. Bei der Ausfahrt am Mittwochmorgen kam direkt der Aha-Effekt: Mit Klickpedalen spart ihr spürbar Energie durch den „runden Tritt“.

Durch die feste Verbindung zwischen Schuh und Pedal drückt ihr nämlich nicht mehr nur nach unten, sondern zieht in der Aufwärtsbewegung aktiv mit. Physikalisch gesehen verteilt das die Muskelarbeit perfekt auf die Vorder- und Rückseite eurer Beine. Das Ergebnis? Eine prozentuale Kraftersparnis von satten 10% bis 15% bei gleicher Leistung! Gerade bei Extremtemperaturen zählt jedes Prozent Effizienz.

Hack 3: Die richtige Kleidung schützt besser als Creme 🧢

Ich schütze meinen Oberkörper mittlerweile fast komplett vor der Sonne. Meine Geheimwaffen:

 Eine leichte Schirmmütze mit integriertem Nackenschutz von Decathlon. Sie hält Kopf, Ohren und Nacken komplett im Schatten.

 Helle, langärmelige Pullis aus Leinen oder Baumwolle. Sie reflektieren das Sonnenlicht optimal. Wenn ihr das Unterhemd weglasst, zieht der Fahrtwind perfekt durch.

Axel mit einer Brille, einer hellen Schirmmütze mit Nackenschutz und einem hellblauen, langärmeligen Leinenhemd vor strahlend blauem Himmel und einem Feld.

Am Wochenende hatte ich es mal klassisch mit T-Shirt und starker Sonnencreme probiert. Das Ende vom Lied: Die direkte Sonne hat auf den Armen richtiggehend gebrannt. Mit langen, luftigen Ärmeln fahre ich deutlich besser.

Hack 4: Thermoskannen „zweckentfremden“ 🧊🍼

Thermoskannen sind nicht nur für heißen Kaffee gut, sie halten sensible Getränke auch genial kalt! Lauwarme Plörre mag schließlich niemand unterwegs trinken. Ich packe aktuell zwei Kannen ein – ein kleines Modell mit 600 ml und die große Variante mit 1,25 Litern Volumen. Befüllt mit gekühlten, isotonischen Drinks ist das unterwegs die absolute Rettung.

Eine silberne Edelstahl-Thermoskanne steht griffbereit im Sommer auf einem Metallgestell im Schatten.

Laut Wetterbericht soll uns die Hitzewelle noch bis Sonntag erhalten bleiben, danach wird es hoffentlich etwas milder. Bis dahin werde ich diese Hacks eisern weiter nutzen.

Passt gut auf euch auf, sucht den Schatten und trinkt genug! Wie kühlt ihr euch unterwegs am liebsten ab? 🥤

Euer Axel! ✌️

Kommentare

  1. In der Sahara damals vor gefühlten 108 Jahren haben wir alle nasse Schals umgebunden, das mache ich jetzt auch noch, wenn ich unbedingt rausmuss. Aber das muss ich ja zum Glück nicht!

    1. Der Tipp mit den nassen Schals kam aber nicht von Beduinen, oder?
      Vor gefühlten aber auch tatsächlich vergangenen 50 Jahren habe ich in Tunesien miterlebt (zum Glück nur second hand), dass eine Dame mittleren Alters es für eine gute Idee hielt, sich nachts in ein nasses Laken zu wickeln. Das Resultat war eine Erkältung, die sie für die nächste Woche an ihr aufgeheiztes Hotelzimmer fesselte und ihre Mitbewohnerin, von der ich die Geschichte habe, sie mit den Mahlzeiten und Medikamenten versorgen musste, denn einen Zimmerservice bot das Hotel nicht.

      1. Nö, die Beduinen waren von Kopf bis Fuß angezogen und in Tücher eingewickelt, die nicht nass aussahen. Was vor Kälte schützt, schützt auch vor Hitze. Das wissen die.
        Ich bin auch schon mit einem nassen Handtuch als Deckenersatz ins Bett gegangen. Allerdings habe ich keine Klimaanlage und kühlte darum auch nicht aus.
        Heutzutage ist ein großes Kühlkissen mein Bettbegleiter und demnächst stelle ich mir einen Ventilator ins Schlafzimmer.❄️Komm gut durch die nächsten Tage!❄️❄️❄️

      2. Der Ventilator schwenkt freundlich über meinen Schreibtisch hin, Kühlkissen liegt im Kühlschrank bereit. Vorbereitet auch eine Schüssel für kalte Fußbäder… Ich tue mein Möglichstes und wünsche dir ebenfalls gutes Durchkommen.

      3. Danke Dir! Ich mache es ähnlich, nur ohne Ventilator. Er ist aber bestellt und kommt erst, wenn es wieder kühler ist. Macht nichts, denn dies wird nicht die letzte Hitzewelle bleiben.

      4. Meiner ist Jahrzehnte alt. Stammt aus der Zeit der ersten ungewöhnlichen Hitzewelle, die wir in Deutschland hatten, als die Ventilatoren überall ausverkauft waren. Meiner Tochter war es damals gelungen, noch einen zu ergattern, und er funktioniert immer noch tadellos.

      5. Pass gut auf ihn auf ‼️

  2. Richtige Kleidung und Nutzen der Morgenstunden sind gute Tipps nicht nur für Radfahrer. Dank sei den Supermärkten, die schon morgens um 6 Uhr öffnen.

    1. Absolut! Lidl über die Straße ist auch ein guter kühler Ort.

  3. Ein wenig verrückt: Der Liebste und ich radelten bei strahlendem Sonnenschein los, gut eingecremt wg. Sonne! Nach nicht einmal einem knappen Kilometer musste ich anhalten und den langärmeligen Baumwollpulli aus der Packtasche kramen und überziehen, wg. „Extrem kaltem Wind“ bei wärmster Sonne …. Hat der Mensch Töne! Es fuhr sich mit Pulli und Sonnenschutzhut dann einfach ganz wunderbar!

    1. So ist es manchmal. Aktuell ist aber auch der Wind heiß, oder?

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