
Ein halbes Jahr Zeitmillionär: Mein Zwischenbericht aus dem Ruhestand ⏳🚲
Die ganze Woche habe ich schon über diesem Beitrag gebrütet. Heute ist Sonntag. Da ist auf meinem Blog traditionell Zeit für Inhalte der etwas anderen Art.
Das Thema liegt auf der Hand: Ich feiere ein halbes Jahr Ruhestand. Ein halbes Jahr produktives Nichtstun oder auch das Dasein als Zeitmillionär. Dazu fallen mir spontan tausend Dinge ein. Eine feste Systematik habe ich nicht, deshalb schreibe ich einfach frei von der Seele weg.
„Wie geht es Dir?“
Das ist die wichtigste Frage. Sie wird mir als Erstes gestellt, wenn ich Bekannte nach längerer Zeit wiedersehe. Meine Antwort lautet meistens: „Wie sieht es denn aus?“

Die Leute schauen dann kurz irritiert. Ihre Antwort ist dann meistens: „Ja, gut.“ Genau so ist es auch. Die Würdigung meines Gesamtzustandes als „gut“ im persönlichen Kontakt ist absolut authentisch.
Aber was genau bedeutet eigentlich dieses „Gut“?
Zunächst einmal geht es mir gesundheitlich hervorragend. Ich fühle mich fit. Meine jährliche TÜV-Untersuchung beim Arzt hat eine Plakette bis zum nächsten Jahr ergeben.
Was für mich aber das eigentliche „Gut“ ausmacht: Ich habe endlich mehr Zeit. Vor allem besitze ich wieder die volle Herrschaft über meine Zeit. Ich nutze sie für die Dinge, die mir echte Freude bereiten.
Der Fokus liegt auf dem Radfahren 🧭🗺️
Das Radfahren füllt meinen Alltag in all seinen Facetten aus:
- Heimat erkunden: Ich entdecke die Gegend neu, in der ich seit über 30 Jahren lebe und die ich gerne Heimat nenne.
- Reisegebiete erfahren: Ich erkunde Regionen rund um unsere Urlaubsorte, wie in diesem Jahr Fehmarn und Lolland.
- Aktivismus ausleben: Ich fahre mit anderen Menschen in aktivistischen Formaten für die Verkehrswende.
- Netzwerke pflegen: Ich halte Kontakt zu meinen Netzwerken und kümmere mich um Reste meiner organisierten Verbandstätigkeit im ADFC.
Und ich schreibe darüber. Natürlich hier auf WARUMICHRADFAHRE.BLOG. Derzeit erscheinen zwei Posts pro Tag. Dadurch entstehen tolle neue Netzwerke mit anderen Blogger:innen.
Kein Neustart, sondern Weiterentwicklung ⚙️🚀
Ich hebe das Schreiben und Radfahren deshalb so hervor, weil ich beides schon zu Arbeitszeiten intensiv betrieben habe. Ich musste mir im Ruhestand also keine neuen Hobbys suchen oder mühsam von vorne beginnen. Ich kann das Ganze jetzt einfach komplett nach meinen eigenen Vorstellungen gestalten.
Einiges hat sich verändert. Die rein sportliche Komponente, das Rennradfahren, habe ich fast komplett eingestellt. Dafür ist der Entdeckergeist neu erwacht. Mein Brompton-Faltrad bietet mir dafür mit seiner unglaublichen Flexibilität die perfekte Basis.

Auch das Schreiben bleibt ein ständiger Lernprozess. Ich nutze mittlerweile intensiv Künstliche Intelligenz als Unterstützung. Hier lerne ich jeden Tag dazu. Auch das ist eine Form von Entdeckergeist.
Es gibt noch viele andere Aspekte, die zu meinem Wohlbefinden beitragen. Für heute möchte ich mich auf eine Erkenntnis beschränken: Es ist ein riesiger Vorteil, mit einem Lebensinhalt in den Ruhestand zu starten, der schon vorher ein echter Lebensinhalt war. Das fängt den großen Umschwung wunderbar auf.
Das war mein kleiner Zwischenbericht. Den nächsten gibt es vielleicht zum Jahresabschluss!
Euer Axel! 🖐️⚙_

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