Muskeln als Airbag: Wie mein Training Schlimmeres verhinderte

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Krafttraining im Fitness Point Horrem nach meinem Sturz mit dem Rad im August 2026
Pflaster über einer Schürfwunde am Ellbogen nach meinem Sturz im August 2026

Wenn das Pflaster ruft: Warum Muskeln mein bester Schutzengel waren 🚴‍♂️🛡️🏋️‍♂️

Eigentlich wollte ich die Sache ja mehr oder weniger unter den Teppich kehren. Aber warum eigentlich? Zur Wahrheit gehört eben auch, dass beim Radfahren nicht immer nur die Sonne scheint.

Vergangene Woche Mittwoch hat es mich nämlich erwischt: Ich habe mich mit meinem Brompton abgelegt. Und eigentlich ist „abgelegt“ noch ziemlich beschönigt ausgedrückt – es war ein ziemlich heftiger Sturz.

Ich fuhr leicht bergab, als ich plötzlich in ein fieses Schlagloch geriet. Der Schlag war so unvermittelt, dass es mir den Lenker links schlagartig aus der Hand riss. Ich konnte das Rad nicht mehr abfangen, bin nach rechts gestürzt und über das Pflaster geschlittert.

Erstversorgung und Adrenalin-Abbau 🩹🩺

Auf den Kopf bin ich zum Glück nicht gefallen, aber die gesamte rechte Körperseite war großflächig aufgeschürft, und an der rechten Hüfte bildete sich rasch ein ordentlicher Bluterguss.

Ich habe die Wunden direkt vor Ort mit Wundspray erstversorgt und bin anschließend mit dem Rad – das den Sturz glücklicherweise komplett unversehrt überstanden hat – nach Hause gerollt. Meine Frau übernahm die gründliche Reinigung und Weiterversorgung, und mein Hausarzt legte schließlich noch ein paar Facharzt-Pflaster über die Blessuren, die es verdient hatten.

Erst später zu Hause, als das Adrenalin nachließ, spürte ich deutliche „Irritationen“ im Bereich der rechten Schulter bis hinab zum Schulterblatt. Keine Einschränkung der Beweglichkeit, aber ich spürte ab und zu sehr genau, dass ich ein Schulterblatt habe.

Zurück an den Hanteln: Muckibude als Härtetest 🏋️‍♂️💪

Jetzt, gut eine Woche später und nach drei oder vier Nächten mit Ibuprofen, sind die Schürfwunden weitgehend verheilt und die Pflaster ab. Auch die leichten Schulterschmerzen haben sich verflüchtigt.

Deshalb habe ich mich gestern zum ersten Mal seit dem Sturz wieder in meine Muckibude – das Fitness Point – gewagt. Auf dem Programm standen Rücken und Brust. Was soll ich sagen? Es hat prima funktioniert! Weder während noch nach dem Training hatte ich Schmerzen oder Einschränkungen, auch wenn ich bei einigen Übungen das Gewicht vorsichtshalber etwas reduziert habe.

Jetzt könnte man sich natürlich fragen: Muss das denn unbedingt sein? Krafttraining so kurz nach einem heftigen Sturz?

Nein, „müssen“ tut das natürlich nicht. Aber ich mache ja schon seit vielen Jahren parallel zum Radfahren regelmäßiges Krafttraining. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass dieser Sturz überhaupt nur deshalb so glimpflich ausgegangen ist, weil mein körperlicher Zustand genau so ist, wie er ist.

Ich habe einmal zum Thema Muskulatur und Knochendichte als Schutzpanzer bei Stürzen ein wenig recherchiert und dabei meinen digitalen Kollegen Google Gemini gefragt. Das ist dabei herausgekommen: Regelmäßiges Krafttraining wirkt bei Radstürzen gleich auf mehreren Ebenen wie ein eingebauter Airbag. Durch gezieltes Aufbautraining verbessert sich die intramuskuläre Koordination, wodurch der Körper in Schrecksekunden Bruchteile schneller reagiert und Reflexe zum Abfangen automatisiert ablaufen. Zudem wirkt eine gut ausgebildete Muskulatur im Schulter-, Hüft- und Rumpfbereich wie eine dämpfende Schutzschicht, die die Energie des Aufpralls über das Gewebe verteilt und Knochen, Sehnen sowie Gelenke vor direkten Brüchen oder schweren Auskugelungen bewahrt.

Genau das habe ich am eigenen Leib erfahren: Ich hatte während der Schrecksekunde meinen Körper erstaunlich gut unter Kontrolle und konnte den Sturz mit Körperpartien abfangen, die dafür verhältnismäßig gut geeignet sind. Meine trainierte Muskulatur hat definitiv verhindert, dass etwas gebrochen oder dauerhaft beschädigt wurde.

Deshalb will ich mein Muskeltraining gar nicht lange schleifen lassen, sondern direkt fortsetzen, um mir diesen Schutzpanzer zu erhalten. Beim nächsten Termin stehen Schultern und Arme an – da werde ich mal schauen, wie es läuft. Ich bin mir sicher, die Übungen klappen, auch wenn ich das Gewicht vielleicht noch etwas anpassen muss.

Ich halte euch auf dem Laufenden – ihr erfahrt es wie immer als Erste!

Euer Axel! 🖐️⚙️

10 Kommentare zu „Muskeln als Airbag: Wie mein Training Schlimmeres verhinderte“

  1. Avatar von Gisela Benseler

    Das habe ich so 👍🚴bei mir angezeigt,
    nicht weil ich Reklame für Muskeltraining machen will,
    sondern weil das alles so ein großartiges, vorbildliches Verhalten war,
    daß es sich durchaus in aller Öffentlichkeit zeigen darf. Einfach super!👍🚴🤲🍀🌻💐

    1. Avatar von warumichradfahre

      Och, es hätte auch gerne Werbung für Muskeltraining sein dürfen. Es geht nicht darum, Arnold Schwarzenegger zu werden, sondern das möglichst gut zu erreichen, was ja auch im Artikel beschrieben ist.

      1. Avatar von Gisela Benseler

        Die Werbung bleibt ja trotzdem erhalten. Und die es suchen, werden es schon finden.

  2. Avatar von graham mcquade

    Sorry to hear about your accident – potholes are an ever present danger in the UK for cyclists. Thankfully there wasnt a car behind you.

    1. Avatar von warumichradfahre

      Thank you so much for your comment! Potholes are indeed a major hazard for cyclists here in Germany as well. Unfortunately, there are hardly any official statistics on this, as most incidents are solo crashes that go unreported and thus never make it into the data. I didn’t report my accident either—which, in hindsight, might have been a mistake. How are things handled with pothole-related accidents in the UK?

      1. Avatar von graham mcquade

        There are reports of deaths and serious injuries here and in recent years extra money has been allocated to address pot holes as the press have taken up the issue. There is even pictures of Rod Stewart out in his road filling potholes as apart from injuries to cyclists there is widespread damage to cars. In the last couple of years I have seen an improvement, though as a cyclist I am always checking the road ahead.

      2. Avatar von warumichradfahre

        Safe rides and look after yourself out there!

  3. Avatar von juckplotz

    Was mir wieder einmal in Erinnerung gebracht hat, dass ein kleines Erste Hilfe Set beim Velocipeten immer dabei sein sollte.
    Gute Besserung Dir.

    1. Avatar von warumichradfahre

      Immer dabei, ebenso wie eine Hautdesinfektion.

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