Drei Ungewöhnlichkeiten an einem Samstag: Enkeldienst, BlueDahon und die Rückwärts-Perspektive 🚴♂️👶🎨
Der Samstag hielt gleich drei Dinge bereit, die man in meinem Alltag nicht alle Tage findet: Ein Enkeldienst in Langenfeld am Samstag, mein kleines 16-Zoll-Ersatzrad BlueDahon als gewähltes Verkehrsmittel und eine Fahrtstrecke, die ich zum ersten Mal in beide Richtungen erlebte.
Los ging es morgens um 08:22 Uhr mit der pünktlichen S19 ab Horrem. Ich fuhr bewusst bis zum Kölner Hauptbahnhof durch, um die volle Flexibilität zwischen der S6 und den Regionalexpressen Richtung Leverkusen Mitte zu nutzen. So erwischte ich den RE1 – und spürte sofort den ersten riesigen Vorteil meines BlueDahon: Es ist herrlich leicht und extrem kompakt!

Da ich weit ab vom Aufzug stand, trug ich das kleine Faltwunder ganz entspannt von Gleis 10 hinüber zu Gleis 5. Es stellt sich im Alltag wirklich als fast vollwertiger Vertreter für mein #GSpot (Brompton G Line) heraus, das ja gerade seine Kurzeit genießt.
Neues Routing und Elefanten in Leverkusen 🐘🚲
In Leverkusen Mitte ging es raus aus dem Zug und rauf auf die 16-Zoll-Laufräder. Seit Neuestem unterquere ich die Gleise nach dem Ausstieg gar nicht mehr, sondern bleibe direkt auf der rechten Bahnseite. Den Weg hatte ich neulich erst spontan beim Erkunden entdeckt: Nach gut 500 Metern stößt man wieder auf die gewohnte Route, spart ein paar Meter und nimmt ganz neue Eindrücke mit.
Direkt hinter dem Bahnhof passiert man ein schickes Gebäudeensemble, wo sogar die Statue eines Elefanten steht (zu sehen in meiner Komoot-Tour vom Samstag!).

Sobald man Leverkusen hinter sich lässt, geht es über die Wupper, die aktuell noch ziemlich gut gefüllt aussieht, und schließlich entlang der Hardter Straße (L288) bis nach Langenfeld. Auf der anderen Seite der Landstraße verläuft die A3 – die Straße selbst ist entspannt zu fahren, auch wenn das stetige Rauschen der Autobahn ein treuer Begleiter bleibt.
Nach knapp 11,5 Kilometern und etwa 45 Minuten Fahrt rollte ich bei der Familie auf den Hof.
Die Rückwärts-Perspektive & die Hall of Fame 🎨🖌️
Nachmittags fuhr ich dieselbe Strecke zum allerersten Mal in die entgegengesetzte Richtung. Es ist immer wieder erstaunlich: Erst wenn man eine Route rückwärts fährt, erschließt sie sich einem wirklich ganzheitlich, weil Sichtachsen und Blickwinkel völlig neu wirken.
Das galt für das kurze Waldstück und die Ampelquerungen genauso wie für ein echtes Highlight unter der Brücke der Rathenaustraße in Leverkusen: die Hall of Fame.

Ich habe einmal zum Thema Hall of Fame Leverkusen und legale Graffiti-Spots an Verkehrsbauwerken ein wenig recherchiert und dabei meinen digitalen Kollegen Google Gemini gefragt. Das ist dabei herausgekommen: Die Hall of Fame unter der Autobahn- bzw. Straßenbrücke der Rathenaustraße in Leverkusen-Manfort gilt in der regionalen Urban-Art-Szene als einer der bekanntesten legalen Freiräume für Streetart. Solche von Städten freigegebenen Flächen an Brückenpfeilern und Lärmschutzwänden bieten Künstler:innen die Möglichkeit, ohne Zeitdruck und legal großflächige Murals zu sprühen. Da die Kunstwerke regelmäßig übersprüht werden, wandelt sich die Freiluft-Galerie ständig – und je nach Fahrtrichtung und Lichteinfall eröffnen sich Passant:innen und Radfahrenden immer wieder völlig neue Kunstwerke und Perspektiven.
In der Hinfahrts-Richtung hatte ich die Wandgemälde auf dieser Seite der Pfeiler noch gar nicht wahrgenommen – auf dem Rückweg fielen sie mir direkt ins Auge!
Hier noch die Komoot Tour von der Rückfahrt mit den entsprechenden Bildern.
Zurück in Leverkusen ging es in die S6, am Kölner Hauptbahnhof umgestiegen in die S19 und entspannt nach Hause. Auch im Zug machte das BlueDahon wieder eine erstklassige Figur.

Der nächste Test steht bevor: Anhänger am 16-Zoll-Rad? 🚲📦
Eine Sache habe ich am Samstag allerdings noch nicht gewagt: den Thule-Kinderanhänger an das BlueDahon zu hängen. Das steht jetzt als Nächstes an! Vorab werde ich aber definitiv eine Testfahrt ohne Enkel machen. Mit den kleinen 16-Zoll-Rädern und der 3-Gang-Nabenschaltung muss ich erst einmal austesten, wie sich das Gespann ziehen lässt und ob die Übersetzung ausreicht.
Wie das Experiment ausgeht? Ihr erfahrt es natürlich wie immer als Erste – bleibt dabei!
Euer Axel! 🖐️⚙️


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