Kölner Torburgen & Wasserspiele 2026: Radtour durch Köln

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Wasserspiele am Kaiser-Wilhelm-Ring in Köln

Postbotendienst auf zwei Rädern: Kölner Wasserspiele, Torburgen und Brunnendesign 🚴‍♂️💌🏛️

Am Sonntag hatte ich eine kleine, feine Mission zu erfüllen: Geburtstagsgrüße in Form einer Karte bei einer lieben Freundin in Köln in den Briefkasten werfen.

Aber einfach nur auf dem kürzesten Weg hin, Karte einwerfen und wieder zurück? Das wäre mir dann doch etwas zu unspektakulär gewesen! Also nahm ich mir vor, die Tour mit der Kamera zu verbinden und ein paar ganz besondere Kölner Fotomotive ins Visier zu nehmen.

Die Hinrunde: Grüne Pfade und eine Oase am Ring 🌿⛲

Meine Route gestaltete ich so, dass ich auf dem Hinweg die schönere, fast ampelfreie südlichere Strecke wählte: Von Königsdorf aus ging es an den Jahnwiesen entlang und dann entspannt durch den Inneren Grüngürtel hinein in die Stadt.

Meine Komoot Tour mit vielen Bildern findet Ihr hier:

Auf dem Weg Richtung Innenstadt fielen mir zum ersten Mal so richtig die Wasserspiele am Kaiser-Wilhelm-Ring ins Auge. Ich hielt kurz an und zückte die Kamera – das Bild hat es direkt auf mein heutiges Beitragsbild geschafft!

Da ich ohnehin in die Nähe des Hauptbahnhofs musste, lag ein kleiner Abstecher nach Norden nahe: Erst ging es zum Ebertplatz, um den futuristischen Wasserbrunnen abzulichten, und danach weiter zur imposanten Eigelsteintorburg.

Ich habe einmal zum Thema Architektur und Kunst im öffentlichen Raum in Köln ein wenig recherchiert und dabei meinen digitalen Kollegen Google Gemini gefragt. Das ist dabei herausgekommen: Die prachtvollen Fontänen-Anlagen am Kaiser-Wilhelm-Ring sind ein Relikt der späten Gründerzeit, als die Kölner Ringe ab 1881 als repräsentativer Prachtboulevard nach Pariser Vorbild auf dem Areal der geschleiften Stadtmauer angelegt wurden. Heute wirken die kaskadierenden Wasserfontänen im Schatten des alten Baumbestands wie eine grüne Oase im Beton- und Verkehrsnetz der Innenstadt.

Der Brunnen auf dem Ebertplatz in Köln

Die eindrucksvolle Brunnenanlage auf dem Ebertplatz – offiziell Wasserkinetische Plastik genannt – wurde 1977 vom Künstler Wolfgang Göddertz geschaffen. Aus massivem Edelstahl gefertigt, ist der Brunnen ein herausragendes Beispiel für den Brutalismus und die kinetische Kunst der 1970er-Jahre. Nach Jahren des Stillstands wurde die Plastik von engagierten Initiativen saniert und spuckt heute wieder gewaltige Wasserfontänen, die den rauen Betonplatz im Sommer spürbar beleben.

Versteckte Details an der Eigelsteintorburg 🏛️⛵

Es war absolut herrliches Sommerwetter, und ich entdeckte wieder einmal ein paar Ecken Kölns völlig neu. An der Eigelsteintorburg fiel mir beim genauen Hinsehen ein faszinierendes Detail auf: Im historischen Torbogen hängt ein altes hölzernes Schiffswrack! Dass dort ein Boot montiert ist, wusste ich zuvor noch gar nicht.

Trümmer des Schiffs „Coeln“ in der Eigelsteintorburg

Ich habe mich da auch mal schlau gemacht, was es mit den Kölner Torburgen und dem Schiff im Torbogen auf sich hat, und die Hintergründe über Google Gemini abgefragt. Heraus kam: Bei dem Holzboot in der Eigelsteintorburg handelt es sich um das originale Rettungsboot des Kleinen Kreuzers SMS Cöln, der 1914 im Ersten Weltkrieg vor Helgoland sank. Ein einziger Matrose überlebte, indem er sich an dieses Boot klammerte. Das geborgene Wrack wurde 1915 als Mahn- und Gedenkzeichen im Tordurchgang aufgehängt.

Die Eigelsteintorburg selbst war Teil der gewaltigen, acht Kilometer langen mittelalterlichen Stadtmauer (einst die größte Europas mit 12 Haupttoren). Neben der Eigelsteintorburg im Norden sind heute noch drei weitere große Torburgen erhalten: die Hahnentorburg am Rudolfplatz, die Severinstorburg im Süden am Chlodwigplatz und das kleiner erhaltene Ulrepforte-Ensemble. Sie alle dienten einst als bewachte Festungs-Zugänge zur Domstadt und prägen als historische Wahrzeichen bis heute das Kölner Stadtbild.

Rückfahrt über die Aachener Straße 🚴‍♂️💨

Nach der erfolgreichen Post-Ablieferung und der Fotorunde im Norden ging es auf dem Rückweg zügig über die Aachener Straße wieder gen Westen. Auf Höhe des Stadions nutzte ich die Gelegenheit, noch einmal das historische Bilderstöckchen des Heiligen Wendelinus abzulichten, das dort am Wegesrand steht.

BlueDahon vor dem Wendelinus Bilderstöckchen an der Aachener Straße in Köln

Die Wasserspiele am Ring hatte ich zwar schon öfter im Vorbeifahren wahrgenommen, aber noch nie so bewusst betrachtet – sie sind eine echte Oase inmitten der verkehrsreichen Kölner Ringe. Und der kinetische Brunnen auf dem Ebertplatz ist optisch mehr oder weniger das einzige verbliebene Highlight auf diesem sonst eher kargen Platz.

Es war einmal mehr eine unglaublich ereignis- und erkenntnisreiche Fahrt auf zwei Rädern!

Euer Axel! 🖐️⚙️

4 Kommentare zu „Kölner Torburgen & Wasserspiele 2026: Radtour durch Köln“

  1. Avatar von Daggi Dinkelschnitte

    Woher nehmen die das Kölschwasser (nicht:; Kölnisch), wenn der Rhein gegen 0 pendelt?

    1. Avatar von warumichradfahre

      Dann gibt’s kein Kölsch mehr. Nur Alt….

      1. Avatar von Daggi Dinkelschnitte

        KöPi steht auch am Rhein.

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