Das Dahon Curve i3 im Härtetest: Vom Enkeldienst bis zur 40-Kilometer-Etappe 🚴♂️📦⚙️
Heute will ich – auch wenn ich damit vielleicht langsam nerve – noch einmal von meinem Ersatz-Faltrad sprechen. Wobei es, wie ich ja schon geschrieben habe, eigentlich viel mehr als nur ein blosser Ersatz ist.
Heute möchte ich aber etwas spezifischer auf die technischen Details des Rades eingehen und schildern, zu was das kleine Gefährt im Alltag alles in der Lage ist.
Technik & Übersetzung: Das Dahon Curve i3 🚲⚡
Bei meinem Rad handelt es sich um ein Dahon Curve i3. Ich habe es 2021 gekauft, weil mir damals ein Brompton schlichtweg zu teuer gewesen wäre. Das Dahon hatte ab Werk bereits einen Nabendynamo (der allerdings nur das Vorderlicht speist) und einen praktischen Gepäckträger – zwei Dinge, die ich schnell zu schätzen gelernt habe.
Die Laufräder messen 16 Zoll, was im Grunde der klassische Faltrad-Standard ist. Klar, es gibt auch Falträder mit größeren Rädern, aber die meisten Brompton-Klassiker rollen auf diesen kleinen Rädchen, und die setzen in dieser Klasse nun einmal den Maßstab.

Das „i3“ im Namen steht vermutlich für die 3-Gang-Schaltung. Verbaut ist eine Shimano Nexus Nabenschaltung. Wenn ich ehrlich bin, vermisse ich eigentlich nur einen vierten Gang: Der erste und zweite Gang bringen mich im Flach- und Hügelland zuverlässig überall hin. Der dritte Gang reicht allerdings nicht ganz aus, um bei der Tour de France das Grüne Trikot im Sprint zu gewinnen – die Endgeschwindigkeit könnte nach oben hin ruhig noch etwas höher sein.
Die meisten Menschen behaupten ja, dass die kleinen Räder, die drei Gänge und die fehlende Elektrounterstützung das Fahren extrem beschwerlich machen. Das stimmt aber überhaupt nicht!
40 Kilometer am Stück und Thule-Einsatz im Enkeldienst 👶🎒
Ich bin diese Woche von zu Hause aus direkt am Stück nach Langenfeld gefahren. Mit über 40 Kilometern war das sicher die längste Einzeletappe, die ich bisher mit diesem Rad zurückgelegt habe. Das lief vollkommen problemlos und ohne, dass ich völlig abgehetzt am Ziel ankam!
Und auch der Enkeldienst rollt wie geschmiert: Mit einer passenden Achsverlängerung für die Nexus-Schaltung passt der Thule-Adapter nämlich hervorragend an das Dahon, und der Kinderanhänger lässt sich einwandfrei ziehen.

Der erste Gang bringt mich selbst mit dem Anhänger hintendran und dem Enkel drin bislang jede Steigung hoch – wobei sich die Höhenmeter hier in der Region zugegebenermaßen auch in Grenzen halten.
Wo das Brompton G Line weiterhin ungeschlagen bleibt 🏆🔧
Trotz aller Qualitäten: Ein vollwertiger 1:1-Ersatz für mein #GSpot (Brompton G Line) ist das Dahon Curve dann doch nicht.
Das Rad ist zwar angenehm leicht, aber die Falttechnik ist schlicht nicht vergleichbar. Das Brompton ist im gefalteten Zustand eine bombenfeste, kompakte Einheit – da wackelt oder löst sich beim Tragen und Schieben absolut gar nichts. Das ist beim Dahon anders: Das Zusammenklappen geht zwar einfach, aber die Faltung ist nicht richtig fest arretiert. Ich befestige die Rahmenteile beim Transport meistens mit zusätzlichen Klettgurten, aber das ist haptisch und von der Stabilität eben eine andere Liga.
Längere Strecken als die gut 40 Kilometer nach Langenfeld würde ich mit dem Dahon auch nicht fahren wollen – vor allem nicht in einer Gruppe mit anderen, weil man auf den kleinen Rädchen doch spürbar langsamer vorankommt. Mein Brompton mit seinen 20-Zoll-Rädern und 8 Gängen läuft da um Längen besser.
Schließlich ist auch die Gepäckmitnahme stark limitiert. Für die Pendelfahrt nach Langenfeld und den Enkeldienst klappt das Dahon wunderbar, aber mehrtägige Radreisen mit mehr Gepäck funktionieren damit einfach nicht.
Fazit: Ein treuer Begleiter bleibt im Dienst 🚴♂️✨
Trotzdem steht fest: Auch wenn das Brompton aus seiner Kur zurückkehrt, wird das BlueDahon im aktiven Betrieb bleiben und nicht wieder jahrelang in der Garagenecke einstauben.
Wie das Zusammenspiel der beiden Falträder im Alltag klappen wird? Ihr werdet es wie immer als Erste erfahren – bleibt dabei!
Euer Axel! 🖐️⚙️


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