Digitale Selbstbestimmung: Warum ich Strava und Instagram den Rücken kehrte 🚴♂️💻🌐
Nach dem gestrigen, eher rad-freien Geburtstagsbericht nutze ich diesen Sonntag für ein Thema abseits der reinen Kilometerjagd: Es geht um das Bloggen selbst und um digitale Selbstbestimmung.
Mein Blog läuft als selbstverwaltete WordPress-Instanz. Zur Verwaltung auf meinen Apple-Geräten nutze ich die Jetpack-App. Seit Kurzem zeigt mir die App in den Mitteilungen sogenannte „Throwback“-Ausgaben an – Blogbeiträge, die ich an genau demselben Datum in den vergangenen Jahren veröffentlicht habe.
Das ist extrem unterhaltsam und lässt einen tief in die eigene Blog-Historie eintauchen. Technisch betrachtet basiert diese Funktion auf der tiefen Integration der WordPress REST-API und der Automatisierungs-Engine von Automattic. Sie vergleicht fortlaufend das aktuelle Tagesdatum mit der Beitragsdatenbank, um Zeitkapseln aus der eigenen Autorenschaft freizulegen. Beim Stöbern in diesen Archiven wurde mir in dieser Woche klar, wie stark sich meine digitale Strategie in den letzten Jahren gewandelt hat.
Komoot statt Strava: Schluss mit doppeltem Datenaufwand 🗺️📊
In einem Throwback-Beitrag vom 20. August 2023 stieß ich auf meine damalige Strava-Nutzung.
Früher zeichnete ich meine Touren mit der Coros-Uhr auf, die automatisch nach Strava synchronisierte. Strava hatte eine riesige Community und unzählige Auswertungs-Apps. Doch der doppelte Pflegeaufwand – parallel zu Komoot – und ein dauerhaft ungutes Gefühl beim Thema Datensparsamkeit führten zum klaren Schnitt. Komoot bietet mir mit Routenplanung, Navigation, Dokumentation und Collections das überlegene Gesamtpaket.

Instagram ade: Aufbruch ins dezentrale Fediverse 📸🌐
Noch deutlicher war der Wandel beim Blick auf meinen Dankespost zum Geburtstag aus dem Jahr 2025.
Damals nutzte ich noch Instagram. Heute ist Meta für mich bis auf WhatsApp Geschichte. Instagram bot für Blogs kaum Mehrwert, da externe Verlinkungen in Beiträgen systematisch unterbunden wurden.
Den Dank für die vielen und netten Geburtstagsgrüße wiederhole ich alledings an dieser Stelle!!!
Als datensparsame Alternative nutze ich heute Pixelfed im Fediverse.

Auch dazu habe ich die technischen Hintergründe über Google Gemini genauer beleuchtet: Pixelfed ist ein freies, dezentrales Fotonetzwerk. Im Gegensatz zu geschlossenen Plattformen („Walled Gardens“) nutzt es das offene W3C-Protokoll ActivityPub. Das bedeutet: Mein Pixelfed-Profil ist nicht an eine zentrale Firma gebunden, sondern kann nahtlos von Nutzer:innen anderer Fediverse-Dienste wie Mastodon abonniert und kommentiert werden.
Der Abschied von Instgram führt allerdings leider dazu, dass in den Beiträgen, in denen darauf referenziert wird, jetzt quasi ein Loch klafft. Leider nicht zu beheben, wenn Ihr mal auf so einen Beitrag stoßt, denkt an die Entschuldigung, die ich hiermit ausspreche.
Workflow im Dialog mit der KI 🤖✨
Mein aktueller Ablauf sieht so aus: Zu jedem Blogbeitrag erstelle ich einen passenden Pixelfed-Post. Die zweisprachige Caption (Deutsch und Englisch) sowie die Alt-Texte für die Barrierefreiheit entstehen im direkten, fortlaufenden Dialog mit Google Gemini. Vorgefertigte, starre Prompts gibt es dabei nicht mehr – der Prozess ist dynamisch.
Pixelfed fühlt sich zwar manchmal noch etwas ruhiger an als die großen Plattformen, aber über die Anbindung an Mastodon erhalte ich wertvolles Feedback. Vor allem erlaubt es mir, Bilderserien thematisch sauber zu bündeln, ohne im privaten Google-Fotos-Archiv den Überblick zu verlieren.
Komoot statt Strava, Pixelfed statt Instagram – ein klarer Schritt hin zu mehr Kontrolle über die eigenen Daten.
Wie handhabt ihr eure digitale Präsenz? Legt ihr Wert auf offene Netzwerke oder nutzt ihr die etablierten Riesen?
Euer Axel! 🖐️⚙️


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