Gestern war wieder einmal Opa-Im-Dienst-Tag! Gemeinsam mit dem Enkelkind im Wagen habe ich eine wunderschöne, aber auch extrem gegensätzliche Runde gedreht. Eine Tour, die das Rheinland auf wenigen Kilometern perfekt zusammenfasst: Den krassen Kontrast zwischen schierer Autodominanz auf der einen Seite und traumhaften, ruhigen Radwegen durch Wald und Flur auf der anderen.
A3-Unterführung & die Ruhe in Wiescheid 🛣️🎨
Die Fahrt begann direkt mit der Unterquerung der A3, die hier in unmittelbarer Nähe des Hauses meiner Familie entlangführt.

Man nimmt die Autobahn im Alltag zwar nicht immer bewusst wahr, aber je nach Wind- und Wetterlage dröhnt es doch ordentlich rüber – kein Wunder, schließlich rollen auf diesem Nadelöhr zwischen dem Kreuz Hilden und Leverkusen täglich bis zu 130.000 Fahrzeuge durch die Schneise. Das Gute an der Unterführung: Sie beherbergt eine richtig coole Graffiti Hall of Fame – und man spart sich im Gegensatz zu einer Überführung den kleinen, gemeinen Anstieg.

Direkt danach ging es weiter durch Langenfeld-Wiescheid. Das ist ein relativ kleiner, etwas verträumter und wirklich schöner Stadtteil. Man rollt hier über idyllische Wege – bis man plötzlich an die stark befahrene Verbindungsstraße (L 403 / Solinger Straße) mündet.

Hier rollt der Berufs- und Pendlerverkehr ununterbrochen: Es gibt gefühlt keine einzige Sekunde, in der Autos nicht in beide Richtungen durchbrausen.

Ich frage mich da allen Ernstes, wie man direkt an einer solchen Hauptschlagader wohnen kann – oder dort direkt an der Straße sogar ein sogenanntes „Romantikhotel“ betreiben möchte.

Rehe, Kühe & Erinnerungen ans Waldfest 🦌🐄
Die Antwort liegt vermutlich direkt hinter dem Haus: Denn kaum biegt man hinter dem Hotel ab, tut sich eine wunderschöne, sanfte Landschaft auf! Es gibt dort sogar ein Gehege mit Rehen (das Bild ziert heute das Titelbild dieses Beitrags). Wer dort weiterfährt, passiert saftige Weiden mit Kühen und trifft fast garantiert auch auf Pferde.

Diese Wege führen genau an dem Gelände entlang, auf dem am vergangenen Samstag das Waldfest des Waldkindergartens stattfand. Meine Frau und ich waren mit unserem ältesten Enkelkind dort und hatten riesigen Spaß im Freien!

Vom Industriewandel zum nachhaltigen Quartier: Der ARA-Abriss 🏗️👟
Ich hatte mich vorher gar nicht groß orientiert, sondern bin den Wegen einfach spontan der Nase nach gefolgt.

Kurze Zeit später war ich wieder in gewohnteren Gefilden: Mitten in Langenfeld, auf der Straße hinunter zum alten ARA-Gelände.

Dort wird aktuell ordentlich gearbeitet – die alten Industrie-Gebäude werden Stück für Stück niedergelegt. Total spannend! Nach der veranstalterseitigen „Letzten Runde“ im Frühjahr, bei der die Stadtentwicklungsgesellschaft Bürgerinnen und Bürgern noch einmal Einblicke in die Hallen bot, weicht das traditionsreiche Areal der Schuhfabrik nun der Zukunft. Auf den knapp 10,6 Hektar Gesamtfläche (inklusive der angrenzenden Neumann & Büren-Flächen) rollen bis 2027 die Bagger: Es entsteht ein modernes Wohnquartier samt dem genossenschaftlichen Mehrgenerationen-Wohnprojekt LeiLa.

Den Rest der Fahrt ging es entspannt über wenig aufregende Langenfelder Nebenstraßen weiter bis zur Sportstätte, in der mein Enkel montags immer sein Kinderturnen macht. Dort endete unsere kleine Tour.
Die Ihr hier auf Komoot findet:
Alle Photos noch mal auf Pixelfeld hier:
Ein Tag voller Eindrücke: Laut, leise, Natur und Beton – alles direkt vor der Haustür!
Euer Axel! 🖐️⚙️


Kommentar verfassen