
Über die Unberechenbarkeit des Wetters in diesem Jahr habe ich ja schon öfter hier geschrieben. Auch, wie man damit umgehen kann. Eine Variante, die ich bisher noch nicht beschrieben hatte, haben wir am Mittwoch auf der Veedelstour praktiziert: Um den Regen herum fahren.
Tatsächlich war beim Start der Tour noch nicht klar, ob es während der Tour halten würde. Den Tag über war es sehr wechselhaft, immer wieder trockene Phasen, aber auch immer wieder heftigen Platzregen. Noch eine Stunde vor Start der Tour prasselte es nur so herunter.
Aber die Wetter-Apps sagten dann einen trockenen Abend voraus. So machten wir uns dann vom Friedrich-Ebert-Platz in Horrem aus wohlgemut, aber mit einem doch bangen Blick nach oben auf den Weg. Der Himmel sah so aus wie auf dem Titelbild dieses Beitrages, und an einigen Stellen ballten sich die dunklen Wolken sogar noch etwas mehr.
Ich plane ja meine Touren nie so im Detail. Meistens suche ich mir ein besonderes Ziel aus und fahre dann so darauf zu und drumherum. Abhängig mache ich das vor allem von meinen Mitfahrenden und auch der Beschaffenheit insbesondere der nicht befestigten Wege. Die sind nach vor allem starkem Regen häufig aufgeweicht und dann in der Gruppe nicht gut befahrbar. Also waren an dem Tag vor allem befestigte Wege angesagt.
Mein Ziel war das neue Renaturierungsgebiet an der Erft. Zwischen Türnich und Gymnich soll der dort immer noch begradigte Fluss ähnlich wie ein paar Kilometer weiter in Bergheim Kenten schon geschehen, in sein ursprüngliches Bett zurückverlegt werden. Das finde ich spannend und dachte, das wäre einmal ein gutes Ziel, was meine Mitfahrenden auch honorierten. Eigentlich hatte ich auch den Rückweg schon im Kopf, aber den Plan änderte ich dann. Ich entschloss mich, erstens einen interessanteren und zweitens und vor allem einen wahrscheinlich trockeneren Weg zurückzufahren. Die Ballungen von dunklen Wolken bewogen mich dazu und auch ein paar Regenschlieren, die wir am Himmel ausmachen konnten und in die hinein ich dann doch nicht fahren wollte. Also schlug ich einen westlicheren Weg ein als ursprünglich geplant.
Wir hatten fast überall auf unserer Tour Sonne und blieben trocken. Ich kann es nicht genau sagen, ob es auf meinem ursprünglichen Weg tatsächlich geregnet hätte, aber mein Gefühl und Blicke in eine dunkle Wolkenwand im Rückspiegel lassen es mich glauben.
Die Unsicherheit zum Wetter dieses Jahr besteht ja nicht in der Frage, ob es regnen wird oder nicht, sondern vor allem, wo es stattfindet. Es gibt Tage mit einer wirklich sehr kleinteiligen Wettersituation, ich habe neulich einmal geschrieben, dass der Himmel dann wir ein Streuselkuchen aussieht. Das bedeutet aber auch, dass man den Regen umfahren kann, wie auf dieser Veedelstour geschehen (ich habe gerade gesehen, ich hab doch schon mal darüber geschrieben):

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