
Auf meinen Fahrten zur Arbeit muss ich durch Pulheim Brauweiler fahren (wenn ich nicht den schotterigen und je nach Witterungsverhältnissen unbefahrbaren Weg Am Schlittberg zwischen Frechen Königsdorf und Freimersdorf nehmen will). Gerade in den letzten Jahren hat Brauweiler einige Veränderungen erlebt, die ich aus der Sicht eines Radfahrers sehr begrüße.
Das hat im Wesentlichen mit dem Umbau der Bernhardstraße zu tun, ein Projekt, das jetzt nach etwa zwei Jahren Bauzeit abgeschlossen wurde. Die Bernhardstraße führt als K25 aus Südwesten nach Brauweiler hinein. Noch vor dem Umbau bin ich sie meistens nicht bis zum Ende durchgefahren, sondern gleich rechts auf den Laurentiusweg, weil mir insbesondere die spätere Kreuzung mit der Mathildenstraße nicht schmeckte.
Ein großes Ärgernis war ja, dass der Radweg entlang der K25 unmittelbar vor dem Ortsschild von Brauweiler abrupt endete (mit dem entsprechenden Schild, grrrrrr), und wir Radfahrenden gezwungen waren, uns in den Autoverkehr einzufädeln, was mal mehr mal weniger gut gelang.
Dieses Ärgernis ist durch die Umgestaltung beseitigt worden, und wie ich finde, sehr gut. Der Radweg wird in den Ort hineingeführt. Er ist gut sichtbar und markiert und führt auf einen Schutzstreifen auf der Bernhardstraße, der sich später im Ort verflüchtigt. All das passt gut. Am Laurentiusweg gibt es jetzt einen Kreisverkehr, was die Einfahrt ebenfalls erleichtert. Ich finde: gut gemacht!
Das gilt auch noch für eine andere Stelle. Weil die Bernhardstraße umgebaut wurde, mussten die Busse, die sie normalerweise befuhren, umgeleitet werden. Dies geschah über einen Verbindungsweg von der Kreuzung Marienstraße / K25 zur Brauweiler Mühle. Der Weg wurde dafür extra asphaltiert (zuvor war ich ihn auch nur selten und bei schönem Wetter gefahren). Ich hatte damals darüber berichtet.
Allerdings wurde er mit Schrankenanlagen versehen und für Rad- und Fußverkehr gesperrt, da er nicht verbreitert wurde und gerade einmal ein Bus durchpasste. Ich habe die Schrankenanlagen ein paar Mal unerlaubter Weise umfahren, hatte allerdings auch unliebsame Begegnungen mit Bussen und musste ins Feld ausweichen, da habe ich es dann lieber gelassen.
Gestern nun fuhr ich dort und stellte fest, dass die Schrankenanlagen abgebaut sind und der Weg wieder normal befahrbar ist. Durch die Asphaltierung ist seine Qualität top und ich werde ihn bestimmt häufig benutzen. Im weiteren Verlauf geht mein Arbeitsweg dann durch Wohnviertel von Brauweiler, wo es häufig Rechts vor Links gibt, das ist nicht so schön, aber meistens ist dort wenig Autoverkehr und man kann gut fahren. Leider ist die Fahrbahn auf dem letzten Stück bis zur Einmündung auf den Radweg entlang der Mathildenstraße auf der Klottener Straße in einem katastrophalen Straßenzustand, aber das sind nur 50 Meter und das ist lässlich.

Nicht so schlecht gemacht, für mich echte Verbesserungen für Radfahrende in und um Brauweiler. Das hat ein wenig Geschichte, denn die Radwege entlang der K25 und später entlang der Mathildenstraße in Richtung Bonnstraße wurden vor einigen Jahren auch schon erneuert und in einen ziemlich guten Zustand gebracht.
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