
Montag war für mich ein Radfahrtag des Scheiterns. Ich musste immerhin einmal kapitulieren und zweimal umkehren.
Wie kam es?
Ich fuhr mittags nach dem Home Office schon bei schlechten Vorzeichen los. Es herrschte sehr starker, böiger Wind von Westen und genau da wollte ich hin. An eine Stelle, über die ich morgen noch mal schreiben werde, die ich aber nicht erreichte, weil der Wind sogar für meinen Elektroantrieb zu stark war und ich einfach nicht von der Stelle kam. Zudem begann es zu regnen und ich bekam alles ins Gesicht und auf die Brille. Also bog ich an der Bahnunterführung an Deponie Haus Forst ab und drehte in den Wind. Das war die Kapitulation, etwa fünf Kilometer vor meinem eigentlichen, weiter westlich gelegenen Ziel.
Aber es ging zwar mit halbem Rückenwind, aber nicht wirklich gut weiter. Am Kreisverkehr, der die K53 mit der L477 verbindet, bog ich noch auf der nördlichen Seite auf das ab, was ich für einen Radweg hielt. Ich wusste gar nicht, dass es diesen Weg gibt und war bis dahin nur über den Radweg auf der Südseite der B477 gefahren. Ein paar hundert Meter weiter sollte ich auch erfahren, warum. Der Weg endete nämlich urplötzlich im Nichts. Zwar auf einem schönen großen runden Platz, aber ohne Verbindung zu einer weiterführenden Straße oder auch nur einem Weg.
Ich stand ein wenig fassungslos da und fragte mich (und frage mich immer noch), was das soll. Vermutlich ist der Weg nur für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge für die angrenzenden Felder, aber so markiert oder beschildert war er nirgends. Also, Umkehr Nummer eins, zurück gegen den starken Wind.
Dann wurde es am Ende noch schlimmer. Ich fuhr von Kerpen aus durch den Parrig zurück nach Horrem. Na ja, ich wollte das zumindest, aber kurz vor Horrem lag ein dicker fetter Baum, wahrscheinlich umgeworfen durch den starken Wind, über den Weg. Keine Chance, durchzukommen. Und mein Dreirad da drüber heben, auch no way. Siehe Titelbild dieses Beitrages. Also Umkehr Nummer zwei. Zu Hause rief ich dann die Feuerwehr Kerpen an, die sich darum kümmern bzw. das Forstamt informieren wollte. Am Abend drauf sah das dann so aus:
Also wieder frei, Dank den Menschen, die das Problem gelöst haben.
Insgesamt blöd, der einzige Vorteil war, dass ich dann doch noch (etwas unfreiwillig) ein paar Kilometer auf die Uhr bekam. Na ja, und dann sagte ich mir: so etwas zu meistern, das ist eben auch, WARUMICHRADFAHRE!
Die komoot Tour mit dem ganzen Desaster und den Bildern seht Ihr hier:
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