
Heute ist Wahltag in NRW! Das ist die Gelegenheit für alle Bürgerinnen und Bürger, ihre Stimmen für die künftigen Bürgermeister, Landrät*innen und Mitglieder der Stadt- und Kreistage abzugeben. Und all jene, die nicht den praktischen Weg der Briefwahl genutzt haben, machen sich auf dem Weg in ihr Wahllokal. Das ist doch die perfekte Gelegenheit, mal wieder das Fahrrad aus dem Schuppen zu holen!
Die Wahlbezirke sind ja klugerweise so zugeschnitten, dass die Wahllokale für die jeweiligen Wähler:innen oft nur einen Katzensprung entfernt sind. Sie befinden sich meist in der näheren Umgebung der Wohnorte, was sie in der Regel super mit dem Rad oder zu Fuß erreichbar macht. Als Wahlvorsteher in Kerpen-Horrem lege ich meine gut 800 Meter zum Wahllokal natürlich mit dem Rad zurück – und freue mich, wenn auch viele Wählende auf zwei Rädern oder zu Fuß kommen.
Die Sache mit den kurzen Wegen spielt aber nicht nur bei der Wahl eine wichtige Rolle, sondern ganz allgemein. Habt ihr euch mal überlegt, wie nah die wichtigsten Ziele wirklich sind? In Kerpen zum Beispiel muss man maximal zwei Kilometer zurücklegen, um vom eigenen Zuhause aus das Rathaus oder die Innenstadt zu erreichen. Und selbst wenn man alle Stadtteile einbezieht, sind es gerade mal zehn Kilometer bis zum Zentrum. Das ist selbst für weniger geübte Radler:innen ein Kinderspiel!
Auch in Hürth ist die Situation ähnlich. Über 80 Prozent der Menschen leben dort in einem Umkreis von rund fünf Kilometern um das Rathaus und den Hürth-Park. Das sind Entfernungen, die sich locker mit dem Rad oder zu Fuß meistern lassen. Trotzdem quetschen sich so viele Menschen in ihr Auto und verstopfen nicht nur die Straßen, sondern belegen auch wertvolle Flächen mit ihren parkenden Blechkisten.
Darauf werden wir in Kerpen auch am Freitag wieder mit einem Parking Day aufmerksam machen!
Dieses Problem ist so offensichtlich, dass es kaum zu glauben ist, wie viele immer noch an dem alten Mantra „Mehr Parkplätze gleich mehr Umsatz“ festhalten. Doch die Attraktivität von Innenstädten und Einkaufszentren muss heute neu gedacht werden. Dazu gehören eine gute Erreichbarkeit mit dem Rad oder zu Fuß und vor allem eine hohe Aufenthaltsqualität. Und Hand aufs Herz: Wer findet eine Blechlawine in der Innenstadt wirklich schön? Machen wir es uns stattdessen heute schon vor und fahren mit dem Rad zur Wahl oder gehen zu Fuß!


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