
Und los gehtâsâŒïž
Der erste Schritt hat schon mal ganz gut geklappt und ich bin in Horrem sogar in einen frĂŒheren Zug und in einem schnelleren Zug umgestiegen und bin jetzt etwas frĂŒher in Köln als gedacht. Mal sehen ob es vielleicht auch eine schnellere Verbindung gibt, die ich erreichen kann. Ich werde weiter berichten.
Es ist jetzt 8:11 Uhr und ich rolle mit dem RE 9 gerade in den Hauptbahnhof in Köln ein. Ich habe gerade geschaut, die frĂŒhere Verbindung nach Mainz ist mit mehreren Umstiegen verbunden und deswegen werde ich sie nicht nehmen. Meine Abfahrt nach Mainz ist um 8:56 Uhr, d.h. ich kann in Köln noch eine kleine Runde drehen.
Bevor ich jetzt noch ein paar Bilder von Köln poste, zunĂ€chst einmal noch die Nachricht, dass der Zug nach Mainz 10 Minuten VerspĂ€tung hat. Ich habe aber in Mainz so viel Aufenthalt, dass das normalerweise nichts ausmachen dĂŒrfte.

Und hier, wie versprochen, noch ein paar Bilder von Köln und meiner kurzen Fahrt ĂŒber die Deutzer BrĂŒcke und die HohenzollernbrĂŒcke.


Und das war die Tour vorhin:
Jetzt sitze ich im RB26 nach Mainz. 46 Stationen, ich weiĂ gar nicht, wieviele ich jetzt nach etwa einer dreiviertel Stunde so rum habe. Jetzt passiert was spannendes, wir erreichen nĂ€mlich gerade Remagen und unser Zug wird geteilt. Der vordere Zugteil (in dem ich wohl sitze đ€Ș) fĂ€hrt weiter nach Mainz, der hintere zurĂŒck nach Köln.
Ich sitze in einem Fahrradabteil der Mittelrheinbahn. Mein Brompton steht neben mir und nimmt niemandem einen Platz weg, weil es eine Nische gibt ohne einen Sitz darĂŒber.

Die Fahrt nach Mainz dauert ziemlich lange, Ankunft ist so in knapp zwei Stunden von jetzt an um kurz nach 12. Von dort aus geht es dann weiter nach Karlsruhe, allerdings erst gegen 13:00 Uhr.
Meinen Reiseplan gibt es hier:
Bis jetzt lĂ€uft es grob so, wie geplant. In Köln hatte ich etwas mehr Aufenthalt als gedacht und hab das genutzt, um ein RĂŒndchen zu fahren. Siehe oben.
Und jetzt schaue ich mal, was sonst heute noch so anliegt.
Ok, geschaut đ.
Alles easy. In Mainz könnte ich vielleicht einen frĂŒheren Zug erwischen, aber das wird vielleicht eher stressig. Wenn nicht, kann ich auf jeden Fall auch dort ein paar Meter fahren.
Mir fĂ€llt gerade auf, dass unheimlich viele Reisende hier im Zug sind, mit dicken Koffern. Vielleicht fahren die von Mainz aus weiter zum Flughafen nach Frankfurt. Ist sicher mit dem Deutschlandticket gĂŒnstiger als mit dem ICE, aber dafĂŒr dauert es echt lange. Aber mittlerweile haben nach der Zugtrennung auch alle wieder ihren Platz gefunden und es ist alles ganz entspannt.
St. Goar, erst einmal pĂŒnktlich. Gerade ist hier eine halbe Schule eingestiegen und schon ist die GemĂŒtlichkeit, sagen wir mal, herausgefordert. Aber der Zug fĂ€hrt erst einmal ungerĂŒhrt weiter.
Ingelheim, kurz vor Mainz, die Schulklasse steigt aus, die VollzĂ€hligkeitskontrolle erfordert etwas Zeit. GroĂe âschön, dass Du wieder da bistâ-Zeremonie auf dem. Bahnsteig. Jetzt ist es auf jeden Fall zu spĂ€t, der Zug fĂ€hrt weiter. Im GroĂen und Ganzen immer noch pĂŒnktlich, aber fĂŒr den schnellen Anschlusszug in Mainz wohl zu spĂ€t. Mal sehen.
Melde mich erst einmal ab, um schon mal so langsam zusammen zu kramen.
Und sehe gerade

Also, die frĂŒheren Verbindungen sind sowieso Geschichte đđđ
Alles gut, sitze in meiner S6 von Mainz nach Karlsruhe.

Und hatte kurz Zeit zum Radfahren in Mainz.
Die Tour mit noch mehr Bildern gibt es hier:
Ich bin gerade in Worms, einigermaĂen planmĂ€Ăig. Dieser Zug ist schon ziemlich special, denn er hĂ€lt immerhin hier in Worms, aber auch in Ludwigshafen und in Mannheim. Und Ziel ist ja Karlsruhe. Also, das volle Programm, hihi. DafĂŒr ist er nach Mainz durch plattes (Wein-)-Land getingelt und war dabei proppenvoll, ĂŒbrigens wie in der App auch angekĂŒndigt. Es waren Scharen von SchĂŒler*innen im Zug, die jetzt allerdings raus sind und langsam nĂ€hern wir uns wohl auch einer Zeit, zu der am Freitag die Schule langsam mal aus sein sollte.
Ich sitze leider nicht am Fenster und sehe somit nicht so viel. Aber ok. Ist trotzdem spannend.
Auch die S6 hat ĂŒber 30 Halte und fĂ€hrt fast 2,5 Stunden. Das ist noch ein bisschen hin.
Jetzt hab ich gerade gemerkt, dass das ein bwegt Zug ist. Der hat sogar das DB-WLAN, toll. Der Zug hat nicht nur WLAN, sondern auch Steckdosen, sodass gerade das iPhone und das iPad, die ich ĂŒbrigens sowieso im Stromsparmodus betreibe, ebenso wie die Apple Watch, wieder aufgetankt werden.
Der Zug ist immer noch ziemlich voll und sitze getrennt von meinem Rad. Es steht etwa gute fĂŒnf Meter entfernt von mir und eine habe (jetzt) eine freie Sichtachse dahin. Ich es mit dem Schloss angeschlossen und mit einem Spanngurt gesichert, so dass es sicher steht und weder wegrollt noch umkippt, wozu es zugegebener MaĂen schon mal neigt, wenn es nicht gesichert ist.
Puh, trotz allem planmĂ€Ăigen Fahren: Ich bin das lange Sitzen nicht mehr gewöhnt. Mir tun die Oberschenkel weh, muss vermutlich gleich mal aufstehen.
Spannend: Gerade Ludwigshafen Oggersheim, da kam Helmut Kohl her.
Mannheim pĂŒnktlich. Ich bin mit Leuten in Kontakt, die ich letztes Jahr auf der Spezi kennen gelernt habe und die schon in
Karlsruhe sind. Das wird bestimmt heute Abend oder morgen im Laufe des Tages ein groĂes Wiedersehen.
Sitze jetzt am Fenster und habe gerade einen Wasserturm fotografiert.

Vielleicht sollte ich auch noch einmal sagen, dass wunderschönes Wetter ist â die Sonne scheint schon wĂ€hrend der gesamten Reise, wĂ€hrend heute Morgen bei uns zu Hause noch ein wenig Nebel war. Dementsprechend kĂŒhl war es dann auch noch in Horrem und auch auf der Fahrt durch Köln, aber danach wurde es immer schöner und auch wĂ€rmer.
Hockenheim. Wenn wir mit dem Auto fahren, ist das immer unser Rastplatz: Globus mit FleischkĂ€se und all dem. Aber aus der Bahn aussteigen wollte ich dann doch nicht â lach.
Sieht aus, als wĂŒrde es weiter gut laufen.
Gerade fahren wir durch den Kraichgau, wo ich ja dieses Jahr schon einmal war, und nÀhern uns somit schon langsam Karlsruhe.
Dort werde ich leider nicht so viel Aufenthalt haben; es wird wahrscheinlich nur fĂŒr einen Kaffee und eher nicht fĂŒrs Radfahren reichen.
Jetzt mĂŒssen wir gerade irgendwo in der Pampa kurz auĂerplanmĂ€Ăig halten wegen der Vorfahrt eines anderen Zuges. Und als ich das schreibe, geht es schon weiter.
Gleich bin ich in Karlsruhe. Kleine Pause, dann geht es weiter. đ
15:45 Uhr
In Karlsruhe klappte das Umsteigen so lala. Alle AufzĂŒge â na ja, zumindest die an den Gleisen, die ich benutzte â waren kaputt. An meinem Ankunftsgleis gab es dann noch eine Rolltreppe, aber zum Anschlusszug hinauf nur die Treppe. GlĂŒck, dass das Brompton dabei ist. Damit schaffte ich es leicht die Treppe hoch, mit meiner Tasche und sogar einer Tasse Kaffee, die ich im Bahnhof gerade noch so erstehen konnte. âïžđ
Ich sitze jetzt im RE 7. Es ist ein bwegt-Zug, der schon rappelvoll war, als er einlief. Gott sei Dank war das aber die Endstation und alle Leute stiegen aus. Aber auch jetzt ist er gut gefĂŒllt und die meisten PlĂ€tze sind belegt. Ich sitze wieder etwas entfernt von meinem Rad, aber es ist wieder abgeschlossen und sicher. Wir sind, glaube ich, etwas verspĂ€tet losgefahren, aber es ist mir jetzt wurscht; das ist die letzte Etappe und eigentlich kann nichts mehr passieren. đđČâš
Der RE 7 scheint ein grundlegendes Problem zu haben: die Netzverbindung. Das DB-WLAN ist langsam bis „geht nicht“, die Mobilfunkverbindung hat Löcher so groĂ wie â keine Ahnung. Das macht das Update gerade ein wenig schwierig. Eigentlich gibt es auch nicht viel Neues. Der Zug hat auf wenigen Kilometern ein paar Minuten VerspĂ€tung herausgefahren, die die Anzeigetafel jedoch dezent verschweigt. Na ja, ist auch wohl nur kurz zwei Minuten und daher nicht der Rede wert.
FĂŒr einen RE hĂ€lt er ĂŒberraschend oft und an Orten, von denen ich noch nie gehört habe. Allerdings auch in Orten, von denen ich schon gehört habe, wie Baden-Baden oder Offenburg. Es lĂ€uft, und wir bewegen uns in den sĂŒdwestlichsten Winkel von Deutschland, hinein ins DreilĂ€ndereck Deutschland, Schweiz und Frankreich. Kurze Pause, Stift was aufladen. Ich habe noch etwa eine Stunde Fahrt, melde mich. đ¶đ€ïžđ
Meine DB-App zeigt mir ĂŒbrigens schon seit etwa anderthalb Stunden an, dass meine Verbindung, in der ich gerade sitze, nicht mehr fahrbar ist. Das ist natĂŒrlich purer Unsinn. Und es ist dem Plan auch nicht zu entnehmen, warum das so sein sollte. Deswegen behalte ich jetzt einfach die Nerven und bleibe in diesem Zug sitzen. Denn ganz offensichtlich ist die Verbindung fahrbar. đ±đđ§ââïž
16:45
In Offenburg wurde der Zug wieder deutlich voller, sodass Menschen stehen. Und wir haben unsere VerspĂ€tung auf knapp 10 Minuten ausgebaut. Und immer noch ist auf der Anzeigetafel im Zug davon nichts zu sehen. đđ§ââïžđ
Obwohl das jetzt hier gerade alles nicht so ganz optimal ist, ist es doch angenehmer als die letzten Fahrten im letzten Jahr bei der Anreise zur Spezi nach Lauchringen â vor allen Dingen der letzte Zug, in dem es vor LiegerĂ€dern und anderen SpezialrĂ€dern nur so wimmelte und alles drunter und drĂŒber ging.
Der Regio ist zwar voll, aber hier lĂ€uft doch alles einigermaĂen geordnet ab, und deswegen freue ich mich schon auf die Ankunft bald in Freiburg. đČđ đ

So, nun ist Freiburg zum ersten Mal auf der Anzeigetafel im Zug zu sehen. Zwar nicht mit der tatsĂ€chlichen Ankunftszeit â die wird etwa 10 Minuten spĂ€ter sein â, aber kein Problem. Ich nĂ€here mich also dem Ziel meiner Reise und war insgesamt etwa achteinhalb Stunden unterwegs. Und folgende Details sind vielleicht auch ganz interessant: đđâł
480 Kilometer Schienen-Action
Insgesamt habe ich von Horrem bis nach Freiburg stolze 480 Kilometer zurĂŒckgelegt. Das ist fast die halbe Distanz von Nord- nach SĂŒddeutschland! Es fasziniert mich immer wieder, wie weit mich mein Faltrad #GSpot und das Deutschlandticket gebracht haben, ohne dass ich auch nur eine Sekunde selbst am Steuer sitzen musste.
So teilten sich meine Schienenmeter auf:
âą Horrem â Köln: Die ersten 20 km zum Warmwerden.
âą Köln â Mainz: Satte 180 km pure Rhein-Romantik aus dem Fenster.
âą Mainz â Karlsruhe: 145 km quer durch das Herz des SĂŒdwestens.
âą Karlsruhe â Freiburg: Der Endspurt mit 135 km bis zum Ziel im Breisgau.
Der Kosten-Check: Bahn vs. Auto
HĂ€tte ich fĂŒr diese Tour das Auto genommen, wĂ€re mein Portemonnaie deutlich schmaler geworden. Bei einem Verbrauch von 6,5 Litern E10 auf 100 km und dem aktuellen Spritpreis hĂ€tte mich allein das Benzin stolze 65,52 ⏠gekostet. Da ist der VerschleiĂ noch gar nicht eingerechnet! Mit meinem Deutschlandticket war ich also nicht nur entspannter unterwegs, sondern habe bares Geld gespart, das ich am Samstag viel lieber direkt auf der Spezialradmesse in feines Zubehör investiert habe. đ„š
Mein grĂŒner FuĂabdruck: Drei BĂ€ume fĂŒr #GSpot
Was mich aber am meisten freut, ist die Klimabilanz dieser Reise. Im Vergleich zu einer Fahrt mit dem Benziner habe ich satte 44,2 kg CO2 eingespart! Zum Vergleich: Das ist etwa so viel, wie drei ausgewachsene BĂ€ume in einem ganzen Jahr an CO2 binden können. Ich habe also quasi im Vorbeifahren einen kleinen Wald gerettet. đł
Es fĂŒhlt sich einfach gut an, so konsequent intermodal unterwegs gewesen zu sein. Hast du deine CO2-Ersparnis bei deiner letzten Tour auch mal ausgerechnet?
Lass mir einen Like da oder schreib mir in die Kommentare, was dein gröĂtes Highlight bei deiner letzten Bahnfahrt mit Rad war! đ
Diesen Blogbeitrag habe ich im Wesentlichen mit der Jetpack-App geschrieben, zum Teil auf dem iPhone und zum Teil auf dem iPad. Die Bilder habe ich mit einem Apple-Hack auf ein Format verkleinert, das das Hochladen und das Anzeigen in den BlogbeitrĂ€gen eben auch schnell macht. Ich hoffe, der Blog und der Live-Ticker haben euch gefallen und ihr seid ihm gefolgt. Am Sonntag geht es zurĂŒck, dann wird es wieder einen Live-Ticker geben und vielleicht auch morgen auf der Messe. Ich werde jetzt gleich in meinem Hotel einchecken und dann noch ein wenig in Freiburg Rad fahren. Ich wĂŒnsche euch einen schönen Abend, und wir hören und sehen voneinander. âïžđžđČđ


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