Nein, auch heute Morgen gibt es von mir einen ganz normalen Radfahr-Blogbeitrag und keinen Kommentar zur katastrophalen Wahl in Sachsen-Anhalt gestern. Warum auch? Dazu wird es heute, gerade auch in der Blogosphäre, mehr als genug Meinungen geben.
Ich möchte euch lieber von einem außergewöhnlichen Aufenthalt berichten, den ich am Samstag in Langenfeld erlebt habe.
Bei bestem Spätsommerwetter ging es morgens natürlich mit dem Rad los gen Langenfeld. Dort war Enkeldienst angesagt – und zwar auf dem Segelflugplatz Langenfeld-Wiescheid! Normalerweise kenne ich das Gelände am Westende der Start- und Landebahn nur vom Vorbeifahren. Wie oft bin ich dort schon mit dem im Anhänger schlafenden Enkelchen entlanggerollt und dachte mir so im Stillen: „Na ja, viel los ist hier wahrscheinlich nicht…“ Ein kolossaler Irrtum, wie sich am Samstag herausstellte!
Enkel-Abenteuer zwischen Greifvögeln und Propellermaschinen 🦅🛩️
Zum Flugplatzfest fuhren wir am Nachmittag mit dem Bus (Linie 791 bis Haltestelle Tränke) und liefen die restlichen 300 Meter zum Gelände. Schon zur Begrüßung stand am östlichen Ende gut sichtbar ein gigantischer, rot leuchtender Antonow-Doppeldecker. Ein echter Blickfang!

Was wir auf dem Festgelände fanden, war absolut spitze:
Falknerei-Vorführung: Eulen, ein beeindruckender Weißkopfseeadler und verschiedene Greifvögel faszinierten meinen Enkel vollkommen – Tiere stehen bei ihm aktuell ganz hoch im Kurs.

Flugprogramm hautnah: Wir spazierten an unzähligen Propellermaschinen und Doppeldeckern vorbei. Den ganzen Tag über gab es Starts und Landungen für Rundflüge, atemberaubenden Kunstflug

sowie aufregende Starts historischer Segelflugzeuge.

Modellbau & Kinderkarussell: Neben Vorführungen von Modellflugzeugen und einem Modellhelikopter gab es ein tolles Kinderprogramm, sodass der Enkel auf diversen Karussells voll auf seine Kosten kam.
Exkurs – Das Segelfluggelände Langenfeld-Wiescheid: Das traditionelle Flugplatzfest der Luftsportgemeinschaft Langenfeld e.V. ist in der Region ein echter Magnet. Die Kombination aus Segelflug, der ikonischen Antonow An-2 (liebevoll „Tante Anna“ genannt) und der idyllischen Lage direkt an den Radwegen zwischen Rheinland und Bergischem Land macht das Areal zu einem perfekten Etappenziel für Ausflüge.
Spontane Abendrunde: Wenn der Bus ausfällt, rettet das Rad den Tag 🚌❌🚴♂️
Nachdem ich den Enkel abends wieder wohlbehalten in die Hände seiner Eltern übergeben hatte, wollte ich noch einmal zum Flugplatz zurück – für das Abendprogramm mit Live-Musik.
Doch die ÖPNV-Tücke schlug zu: Der passende Bus fiel ersatzlos aus, und der nächste wäre viel zu spät gewesen. Zum Glück hatte ich mein Fahrrad dabei!
Exkurs – Unschlagbare Freiheit auf kurzen Distanzen: Hier zeigt sich wieder einmal die unschlagbare Stärke des Fahrrads. Während man bei ausgefallenen Buslinien im Abendverkehr schnell aufgeschmissen ist, ist man auf Distanzen von drei bis fünf Kilometern auf zwei Rädern völlig unabhängig, verlässlich und flexibel.

Die etwas über drei Kilometer über mir bereits bekannte Wege rund um Langenfeld waren im Nu absolviert. Und das hatte sich gelohnt! Die Live-Musik, die Flugshow eines beleuchteten Modellflugzeugs in der Dämmerung und das anschließende Ballonglühen begeisterten mich und weit über 1.000 weitere Gäste. Es war unbeschreiblich viel los!

Am Ende des Tages kamen so – zusammen mit meiner Hinfahrt – rund 50 Kilometer auf dem Tacho zusammen. Ein rundum gelungener Tag, den ich so absolut nicht erwartet hatte!
Hattet ihr am Wochenende auch spontane Erlebnisse, mit denen ihr vorher gar nicht gerechnet hattet? Teilt sie gerne in den Kommentaren!
Euer Axel! 🖐️⚙️


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