🚲 Sonntags-Sightseeing: Über die Berrenrather Börde zur Entdeckung des Tages
Am gestrigen Sonntag stand bei mir ein wenig Sightseeing auf dem Programm – bei kühlem, wechselhaftem Wetter mit einer bunten Mischung aus Wolken und Sonne. Mein Ziel: Ich wollte unbedingt mal wieder über die Berrenrather Börde radeln!
🌿 Durchs Marienfeld & ein kleiner Schreck im Wald
Der beste Weg dorthin fĂĽhrt fĂĽr mich entspannt entlang der Erft und abbiegend durch das Marienfeld. Wenn man dort auf dem asphaltierten Weg Richtung Nordosten rollt, hat man in einiger Entfernung einen wunderbaren Blick auf den PabsthĂĽgel.
Weiter ging es über die Kieswerkstraße, wo mich allerdings ein kurzer Schockerlebnis erwartete: Ein deutlich hörbarer, lauter Gewehrschuss hallte ganz in der Nähe durch die Luft. Aber eigentlich kein Wunder – in diesem großen Waldgebiet wird sonntags morgens gerne gejagt, da hat vermutlich ein Jäger vom Hochstand aus Erfolg gehabt. Ich hatte an der Stelle auch schon einmal das Erlebnis, gar nicht durchfahren zu dürfen, weil eine Treibjagd im Gange war.
🌾 Börde-Impressionen, Funkmasten & Windräder
Diesmal war die Passage glĂĽcklicherweise frei. Ein Highlight auf der Strecke: Die stillgelegten Bahngleise in Richtung der ehemaligen Brikettwerke Frechen, die sich die Natur mit malerischem Baumbewuchs langsam wieder zurĂĽckholt.
Nach dem Überqueren der L496, die an diesem Sonntagmorgen erfreulich schwach befahren war, ging es hinüber Richtung Berrenrather Börde. Erst vorbei an einem Gehöft, auf dem seit einiger Zeit riesige Antennen eines Amateurfunkers aufragen und hinter dem vier relativ neue Windräder stehen, dann weiter zum Gedenkstein für die Börde. Über sehr gut asphaltierte Feldwege fuhr ich durch den Weiler Brüggen nach Kerpen-Brüggen – in Gesellschaft von ziemlich vielen Rennradfahrern, die das freie Wochenende ebenfalls für eine Tour nutzten.
🌊 Die Entdeckung des Tages: Freie Fahrt an der Erftrenaturierung!
Nach Brüggen ging es wieder zurück an den Erftradweg – und dort wartete eine echte Überraschung auf mich: Die Stichstraße bei Balkhausen über das ehemalige Erftbett machte einen hervorragenden, voll befahrbaren Eindruck! Bisher war das über lange Zeit die reine Baustellenzufahrt für die Erftrenaturierung gewesen, immer von Erde überzogen und stellenweise mächtig schlammig.
Diesmal? Keine Baken, keine gewohnten Baustellenschilder mehr! Ich folgte dem Weg auf gut Glück und war nicht minder erstaunt: Auch die Verbindung Richtung Nordwesten zur Gymnicher Mühle und über die renaturierte Erft ist offensichtlich komplett freigegeben. Keine Absperrzäune mehr, sondern ein fantastisch neu asphaltierter Weg!
Komisch, dass das bisher noch gar nicht in der Lokalpresse zu lesen war. Denn gerade für alle Radfahrenden, die an dieser Stelle den Erftradweg umfahren wollen, ist das eine absolut großartige Nachricht. Vielleicht liegt das Fehlen von Berichten daran, dass über der Brücke über die Erft an Schloss Türnich offiziell immer noch eine Baustelle eingerichtet ist. Die Absperrungen dort sind allerdings kaum noch der Rede wert – mittlerweile herrscht ein reger Fußgänger- und Radverkehr durch das kleine Zaunlabyrinth.
🌳 Glücklicher Heimweg durch den Parrig
Für mich war das definitiv die Entdeckung des Tages und eine richtig gute Nachricht für alle, die die neue Renaturierung der Erft rund um die Gymnicher Mühle einmal aus nächster Nähe erleben wollen. Echt toll, was hier entstanden ist!
Der RĂĽckweg nach Hause verlief schlieĂźlich gemĂĽtlich entlang der Erft und durch den herbstlichen Parrigwald. Eine rundum gelungene, entdeckungsreiche Sonntagstour!
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Hier geht es zur reich bebilderten Komoot Tour:
Und hier zum Coros-Flyover, ebenfalls mit allen Bilden:
Und das sind die Details der Fahrt:
| Datum | Distanz | Fahrrad | Strecke / Zwischenstationen |
|---|---|---|---|
| 18.10.2026 | 37,80 km | GSpot (DENW) | Marienfeld – Berrenrather Börde – Renaturierte Erft |


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