🇬🇧 „Vom Automat in die Metropole: Wie eine London-Reise meine Faltrad-Liebe entfachte“ 🏙️

Ein blaues Brompton-Faltrad mit pinkem Hinterbau und Gabel steht ausgeklappt auf dem Vorplatz vor dem Automaten.

Brompton-Liebe im Alltag & in der Metropole: Warum mein Faltrad Türen und Herzen öffnet 🚴‍♂️🇬🇧

Manchmal braucht es gar keine großen Überzeugungsreden für das Alltagsradeln – das Faltrad übernimmt den Job von ganz alleine. In letzter Zeit durfte ich wieder einmal erleben, wie mein Brompton G Line #GSpot verschlossene Türen öffnet und den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Wenn das Fahrrad mit rein darf 🏫🏛️

Eigentlich gilt ja fast überall: „Fahrräder müssen draußen bleiben!“ Umso schöner, wenn man positiv überrascht wird. Neulich durfte mein GSpot mit in geschlossene Räumlichkeiten – wie etwa gestern bei der absolut gelungenen Veranstaltung „Lost Places“ von Jürgen Schütte in der Bücherei des Schulzentrums Horrem-Sindorf oder beim spannenden Streitgespräch zwischen Frauke Rostalski und Peter Niesen in der Karl-Rahner-Akademie in Köln.

Gefaltetes grünes Brompton G Line Faltrad steht sicher abgestellt unter einer Holzgarderobe auf Fliesenboden.

Besonders witzig ist dabei die Reaktion der Empfangspersonen, wenn ich frage, ob ich das Rad mit hineinnehmen darf. Die Haltung schwankt meist charmant zwischen Mitleid („Och, so ein kleines Ding… ganz allein da draußen in der Kälte…“) und der offensichtlichen Einsicht, dass von so einem gefalteten Paket nun wirklich keine „bedrohliche“ Gefahr für den Parkettboden ausgeht. So durfte mein GSpot drinnen sicher parken – was natürlich auch für die ADFC-Geschäftsstelle in Köln galt, wo es bei meinem Vortrag zum Zubringer der Sternfahrt Berlin 2027 direkt als Anschauungsobjekt diente.

Ungläubige Blicke, Badeenten & Tandem-Freunde 🐥🩷

Das bringt mich zum zweiten Punkt meiner positiven Erfahrungen: das ungeheuer große Interesse und die durchweg positiven Rückmeldungen! Nach den Veranstaltungen in der Schule und der Akademie wurde ich jeweils gezielt auf das Rad angesprochen. Das führte spontan zu kleinen Live-Demonstrationen des Falt- und Entfaltmechanismus, inklusive verblüfftem Probewiegen. Die Gespräche waren durchweg ehrlich und inspirierend: Viele Erzählende gaben zu, selbst über mehr Multimodalität im Alltag nachzudenken oder schlicht ein platzsparendes Rad zu suchen.

Sogar im Zug gab es diese Woche eine wunderbare Begegnung: Drei junge Leute interessierten sich brennend für mein Brompton – allerdings primär für die am Lenker angebrachten Badeenten! Eine davon ging direkt als Spontangeschenk an die Truppe über.

Drei lächelnde junge Leute sitzen auf den Klappsitzen eines Zuges hinter einem auffälligen, pinkfarbenen Tandem-Fahrrad.
Jannes, Ferdinand und Nike

Mit ihrem pinken Tandem hatten sie sich zwar für das genaue Gegenteil eines kompakten Faltrads entschieden, was unserer tollen Unterhaltung aber keinen Abbruch tat. Selbst der Fahrkartenkontrolleur des National Express – der erst streng anmerkte, dass Räder über zwei Meter Länge eigentlich nicht in den Zug gehörten – ließ am Ende Gnade vor Recht ergehen und ließ die drei mit ihrer „Beute“ weiterreisen.

Wie alles begann: Ein Londoner Sommer 2019 🇬🇧✈️

Diese aktuelle Begeisterung erinnert mich an eine Geschichte aus dem September 2019. Damals machten meine Frau und ich auf der Bahnreise zu unserem Jüngeren nach Glasgow einen Zwischenstopp mit Übernachtung in London. Wir kamen am frühen Nachmittag an und am nächsten Tag um Mittagszeit ging es weiter – also reichlich Zeit, die Metropole auf zwei Rädern zu erkunden!

Aber mit welchem Rad? Bei meiner Recherche im Vorfeld stieß ich auf die Seite von Brompton Bike Hire. Das Konzept war genial: Für etwas mehr als elf Euro am Tag zog man sich ein Brompton einfach aus einem Automaten und gab es dort später wieder zurück. App herunterladen, registrieren, Code eingeben – fertig!

Als wir am Hotel nahe des Entleih-Automaten ankamen, ging es direkt los: Nach der Code-Eingabe ploppte ein Fach auf und ein kleines, leuchtendes Brompton kam zum Vorschein. Das Entfalten ging blitzschnell und das Rad war sofort einsatzbereit.

Auf mehreren Fahrten habe ich damals London unsicher gemacht – ein unglaubliches Erlebnis auf dem kleinen Rad in der großen Stadt! Wie das alles damals im Detail funktioniert hat, könnt ihr in meinem Artikel Durch London – nur mit Brompton

aus dem Jahr 2019 nachlesen. Das passende Fotoalbum meiner damaligen London-Reise habe ich euch ebenfalls herausgesucht, damit ihr selbst stöbern könnt! Eine frische Komoot-Collection zum Nachfahren habe ich euch ebenfalls vorbereitet, falls ihr selbst einmal in London unterwegs seid.

Brompton Bike Hire gibt es heute wie damals, ich denke, es wird wahrscheinlich schon der eine oder andere Entleih-Automat dazu gekommen sein. Schon damals hat diese Tour meine Leidenschaft für die Brompton-Räder geweckt – eine Begeisterung, die bis heute anhält und durch mein G Line noch einmal ein ganz neues Level erreicht hat.

Ein kleiner Wermutstropfen… 🛠️

Bei all dem Lob gibt es aktuell allerdings eine kleine Macke am Rad, die ich endlich beseitigen lassen muss. Nächste Woche gehe ich das Thema in der Werkstatt an – und wie die Sache ausgeht, erfahrt ihr hier natürlich wie immer als Erste!

Euer Axel! 🖐️⚙️

Ein Kommentar zu „🇬🇧 „Vom Automat in die Metropole: Wie eine London-Reise meine Faltrad-Liebe entfachte“ 🏙️“

  1. Avatar von Gisela Benseler

    Mein radelnder Enkelsohn stammt aus London, ist aber bereits unterwegs in Amerika. Das macht er gern allein nach eigenem Plan. 🚴

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