
Es ist der Bagger, er baggert noch. Tatsächlich, die Bagger im Braunkohletagebau Hambach (und auch die in den Tagebauen Garzweiler) baggern noch und fördern Braunkohle. Vielleicht noch bis zum Jahr 2030, aber wir werden sehen….
Das tut der auf dem Titelbild aber tatsächlich nicht. Er steht aktuell westlich an der der K53 fast gegenüber der Kartbahn, die ja östlich der Straße liegt. Und am obersten Tagebaurand, wo definitiv keine Braunkohle zu finden ist. Auf diesem Bild sieht man, dass er in einem Sandhaufen herumwühlt.
da wo einst die A4 verlief, deren Trasse auf der anderen Seite der Brücke, von der aus ich das Bild gemacht habe, noch sichtbar und, falls die Wege mittlerweile nicht abgesperrt sind, auch noch mit dem Rad oder zu Fuß erreichbar ist.
Also, welchen Zweck der Bagger da gerade erfüllt, mögen die beurteilen, die des Bergbaus kundiger sind als ich. Jedenfalls ist das Großgerät, weil es eben an der Oberfläche steht, schon von weitem zu sehen, wenn man auf der K53 von Süden nach Norden fährt (wahrscheinlich auch, wenn man von Norden nach Süden fährt, aber das habe ich am Wochenende nicht getan).
Ich war natürlich wieder einmal unterwegs zum so genannten Sündenwäldchen, um zu schauen, ob es noch steht. Es steht noch, na ja, Reste davon stehen noch, vieles ist schon abgeholzt.
Dieses Mal war ich mit meinem HP Velotechnik Skorpion unterwegs. Es ging ziemlich durchs Gelände, wie Ihr sehen könnt und nicht überall in dem Gebiet rund um das Sündenwäldchen ist das Durchkommen einfach. Zwei große Erdwälle ziehen sich durch die Gegend und verhindern an vielen Stellen die Weiterfahrt. Nicht so an diesem Durchbruch zur Mahnwache, die am Sonntag gut besetzt war und den Waldspaziergang erwartete, der später von der Kirche in Manheim aus startete (an dem ich aber nicht teilnahm).
Besonders beeindruckt hat mich auch das folgende Bild, auf dem man das Wäldchen und im Hintergrund den Bagger sieht. Als wäre er schon bereit, in Richtung Wald zu schwenken und zu beginnen, den Kies abzubaggern, der wohl unter dem Sündenwäldchen liegt und den RWE wohl braucht, um die Böschung des Tagebaues zu stabilisieren.
Auf jeden Fall war das wieder eine besondere Fahrt. Mit vielen Ansichten, die so bald gar nicht mehr sein werden. Die Landschaft in dem Teil unserer Gegend, dem rheinischen Braunkohlerevier, verändert sich wirklich ständig. Das ist der Grund, warum ich da häufig hinfahre, um diese Veränderungen hautnah zu erleben und in gewisser Weise auch zu dokumentieren.
Die ordentlich bebilderte komoot Tour mit vielen Wegen zum Sündenwäldchen und in der Nähe findet Ihr hier:


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