Alle Wetter

24 Stunden sollten angesichts wochenlangen Trocken- und Hitzephasen eigentlich ein überschaubarer Zeitraum und normalerweise auch prognosetechnisch gut abbildbar sein, aber…… der 13. und 14.07. lehrten uns in Kelheim beim Race24 anderes.

Los ging es um 14:00 Uhr bei schönem, nicht zu heißem Sonnenwetter. Man hörte so: bis sechs kein Regen!

Also Bergziege Trikot an und die kurze Radhose.

Aber, ich traute dem Braten schon nicht und hatte meine Vaude Regenjacke in meine Satteluntertasche gepresst. Ich schaffte es dann allerdings erst, sie anzuziehen, als mich der erste Regenguss schon erwischt hatte.

Aber immer noch besser, von innen etwas nass und von außen trocken zu sein als komplett durchzuweichen.

Bei meinem ersten Stop nach sieben Runden und knapp über 100 Kilometer um 18:00 Uhr blieb ich erst mal so und zog mir nur einen dicken Pulli unter die Vaude (ich hatte was kalt bekommen).

Nach den nächsten 4 Stunden und 100 Kilometern hatte ich es dann aber dick. Ich war klatschnass vom Kopf bis zu den Zehen und hatte vor allem das Gefühl, 10 Kilo schwerer zu sein durch das ganze Wasser.

Also umziehen. Wasserdicht. Hatte Horrorstories gehört über die kommende Nacht. Einen sehr erfahren aussehenden Fahrer gehört, wie er sagte: „mir graut vor der Nacht“. Also Regenjacke an, Regenhose mit eingebauten Füßlingen, darunter alles lang und dick.

Clever clever. Aber: die Nacht blieb trocken!!! Kein Tröpfchen. Trost: das ganze dichte Plastik drüber hielt auch Wind und Kälte ab. Aber morgens irgendwann hatte ich vor allem die Regenhose dick, also weg damit (trotz vernehmbarer Unken- bzw. Regenrufe).

Es blieb trocken und die 24 Stunden neigten sich dem Ende zu. Aus dem Unterstützerteam und von denen, die es wissen mussten, die klare Nachricht: freie Fahrt für nackte Arme und Beine, kein Regen mehr bis zum Schluss.

Also noch mal schnell das MSR Shirt an, die Beine ließ ich lieber verpackt. Fröhlich ging es auf die letzten Runden, zu mir gesellte sich sogar noch die Siegerin des Frauen Seniorenrennens, deren Geschwindigkeit ich in der Rennphase offensichtlich fuhr……

Als der Regen kam. Auch noch mal so richtig. In der Abfahrt auch durchaus durchdringend.

Meine Mitfahrerin und ich kamen zu dem Schluss: willkommene Erfrischung. Kein Umziehen mehr. Durchfahren.

Erfahrung: Gegenwind formt den Charakter. Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechten Spirit.

Oder Guten eben:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s