Das Experiment „vegan und zuckerfrei“

Fasten sollte dieses Jahr für mich darin bestehen, meine Ernährung vollständig ohne tierische Bestandteile, also vegan und auch ohne zugesetzten und industriell hergestellten Zucker zu bestreiten.

Vegan bedeutete, dass ich vor allen Dingen noch Milch und Käse ersetzen musste, alle anderen tierischen Lebensmittel waren ja bereits vorher aus meinem Ernährungsplan verschwunden.

Milch ersetzte ich tatsächlich durch Drinks aus Getreide. Dabei bin ich letztendlich bei Haferdrink hängengeblieben. Alle anderen Sorten sagten mir entweder von der Konsistenz oder vom Geschmack her überhaupt nicht zu.

Käse versuchte ich durch vegane Brotaufstriche zu ersetzen. Das habe ich fast die gesamte Zeit über durchgehalten, aber es ist keine dauerhafte Option.

Die Brotaufstriche sind zwar mittlerweile sehr vielfältig und basieren auf unterschiedlichen Grundlagen, aber ihnen ist eins, dass ihre Konsistenz und teilweise auch der Geschmack zumindest für mich nicht dauerhaft gehen. Käse mit seiner Vielfalt und seinen wertvollen Nahrungsbestandteilen ist für mich nicht vollständig ersetzbar.

Zur Sicherheit, und ich bin jetzt ganz sicher, dass ich mir Kritik der Hardliner einhandele, habe ich meine Praxis fortgeführt, jeden Morgen eine Tablette mit Vitaminen und eine Tablette mit Mineralstoffen einzunehmen. Das heißt nicht, dass ich denke, dass vegetarische oder vegane Ernährung eine Mangelernährung sei. Ich bin mir aber einfach sicher, eine grundlegende Substitution kann vom Grundsatz her nicht schaden. Außerdem hätte ich mich zu intensiv mit meiner Nahrungszusammensetzung beschäftigen müssen, wozu mir sowohl die Zeit wie auch die Nerven gefehlt haben.

Zucker zu ersetzen war nicht so schwer, wie ich gedacht habe. Letztendlich habe ich einfach auf alle Nahrungsbestandteile verzichtet, in denen Zucker nicht natürlich enthalten ist. Süße habe ich nur meinem Frühstück gegönnt, und das in Form von Dattel- oder Ahornsirup. Das hat eigentlich ganz gut funktioniert, bis mit Ostern auch die Schokolade wieder in meinen Gesichtskreis und damit auch in meine Nahrung einfloss. Das heißt aber nichts, ich glaube, dass ich davon leicht wieder weg komme, wenn die Schokolade wieder alle ist.

Gewicht, BMI, Körperfettanteil und Muskelmasse hat das alles sehr gut getan.

Und auch meine sportliche und sonstige Leistungsfähigkeit sowie meine Regenerationszeit sind schlicht und ergreifend sehr gut. Seit der Corona bedingten Kontaktsperre fahre ich jeden Tag um die 50 km Rad mindestens und mache eine Session Krafttraining. Ohne körperliche Ermüdung oder Einschränkung meiner Leistungsfähigkeit.

Was bleibt, ist, dass ich natürlich weiterhin an meiner vegetarischen Ernährung festhalten und bis auf Käse auf tierische Nahrungsbestandteile verzichten werde. Mit Zucker werde ich nicht zu dogmatisch umgehen. Ab und zu muss es einfach etwas Süßes sein. Ich werde natürlich sicher keinen Zucker irgendwo zusetzen, aber ich werde nicht auf ein Nahrungsmittel verzichten, nur weil ein wenig industrieller Zucker zugesetzt ist. Z.B. auf Speiseeis. Das gibt es mittlerweile übrigens auch sehr lecker vegan, aber dann ganz sich ja nicht zuckerfrei.

Der Farbklecks heute ist ein natürlicher, das Foto ist nicht nachbearbeitet. Mein Kartoffelsalat von gestern Abend, mit zugesetzten Zwiebeln, Knoblauch und Spitzpaprika Schnipseln.

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